Politik

Worms 2040: Innenstadt gemeinsam weiterdenken – Historisches Herz, mehr Grün und neue Aufenthaltsqualität

Worms 2040: Innenstadt gemeinsam weiterdenken – Historisches Herz, mehr Grün und neue Aufenthaltsqualität
Worms gemeinsam weiterdenken: Timo Horst und der SPD-Ortsverein Worms-Innenstadt beim Rundgang „Worms 2040“ auf der Suche nach Ideen für mehr Grün, Aufenthaltsqualität und ein starkes historisches Zentrum. Foto: SPD Worms

Wie soll die Wormser Innenstadt im Jahr 2040 aussehen? Dieser Frage ging Stadtentwicklungsdezernent und Oberbürgermeisterkandidat Timo Horst gemeinsam mit dem SPD-Ortsverein Worms-Innenstadt beim Rundgang „Worms 2040“ nach. Vom Ludwigsplatz über den Adenauerring und das Domquartier führte die Route entlang der historischen Stadtmauer bis zum Weckerlingplatz.

Dabei machte Horst deutlich: Niemand könne heute seriös vorhersagen, wie eine Innenstadt in 14 Jahren funktionieren werde. Technologische Entwicklungen, verändertes Einkaufsverhalten und neue Arbeitsmodelle würden die Städte weiter verändern.

„Deshalb geht es nicht darum, Worms 2040 bis ins Detail vorherzusagen, sondern unsere Innenstadt so aufzustellen, dass sie offen für Veränderungen bleibt.“

Mehr Grün und Aufenthaltsqualität

Erste Station war der Ludwigsplatz. Für Horst bietet der Platz großes Potenzial: Weniger Versiegelung, mehr Grün und Schatten sowie eine stärkere Einbindung von Wasser könnten die Aufenthaltsqualität deutlich steigern. Gleichzeitig ließe sich damit an die Geschichte des Platzes anknüpfen, auf dem früher eine große Teichanlage mit Fontäne lag.

Am Adenauerring an der 118er-Anlage wird diese Entwicklung bereits konkret sichtbar. Dort werden Flächen entsiegelt, neue Grünbereiche und Bäume geschaffen. Zwei Wasserspiele mit Fontänen sollen künftig zusätzlich für Abkühlung und Aufenthaltsqualität sorgen.

„Hier kann man konkret sehen, in welche Richtung wir Teile unserer Innenstadt entwickeln können: weniger Versiegelung, dafür mehr Grün, Wasser und attraktive Aufenthaltsbereiche.“

Worms stärker über seine Geschichte erlebbar machen

Im Domquartier richtete sich der Blick auf eine weitere große Stärke der Stadt: ihre Geschichte.

„Der Dom, die Stadtmauer, das Andreasquartier und die weiteren historischen Orte machen Worms unverwechselbar. Diese Orte müssen wir stärker miteinander verbinden und als gemeinsames historisches Zentrum erlebbar machen.“

Davon könnten auch Gastronomie, Einzelhandel und Tourismus profitieren. „Wir werden unsere Innenstadt nicht dadurch stärken, dass wir andere Städte kopieren. Wir müssen auf das setzen, was Worms einzigartig macht.“

Entlang der historischen Stadtmauer ging es anschließend zum Wergers Eck und über die Hans-Tirol-Anlage zum Weckerlingplatz. Dort fand am Barwagen des SPD-Ortsvereins der gemeinsame Abschluss statt. In entspannter Atmosphäre wurde weiter über die Zukunft der Innenstadt diskutiert – von Sauberkeit und Aufenthaltsqualität bis hin zu Handel, Gastronomie, Wohnen, Kultur und historischer Identität.

Für Horst ist dabei entscheidend, die Innenstadt als Ganzes zu betrachten:

„Ludwigsplatz, Adenauerring, Domquartier, Stadtmauer und die angrenzenden Plätze müssen wir zusammendenken. Eine Innenstadt der Zukunft braucht Handel, Gastronomie, Wohnen, Kultur und Orte, an denen Menschen gerne zusammenkommen.“

Der Rundgang „Worms 2040“ soll deshalb Teil eines kontinuierlichen Austauschs bleiben. Denn eines steht für Horst fest: Die Zukunft der Innenstadt lässt sich nicht exakt vorhersagen – aber sie lässt sich heute gestalten.

Text: ML/Redaktion Die Knipser · Quelle: SPD Worms