Ein falsch entsorgter Akku könnte nach bisherigen Ermittlungen den Großbrand auf dem Wertstoffhof in Gundersheim ausgelöst haben. Rund 90 Einsatzkräfte waren am Samstag im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Foto: Mirko Müller/Die Knipser
Nach dem Großbrand auf dem Gelände eines Entsorgungsunternehmens in Gundersheim haben die Ermittler die mutmaßliche Ursache des Feuers identifiziert. Nach bisherigen Erkenntnissen geht die Polizei davon aus, dass ein falsch entsorgter Akku oder ein vergleichbarer Energiespeicher den Brand ausgelöst hat.
Das Feuer war am Samstagnachmittag gegen 16.15 Uhr auf dem Gelände des Wertstoffhofs ausgebrochen. Eine weithin sichtbare Rauchsäule zog über die Region und machte den Brand bereits aus großer Entfernung sichtbar. Rund 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Die Löscharbeiten dauerten bis in die Abendstunden an. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Einsatzstelle großräumig abgesperrt. Zeitweise kam es zu Verkehrsbehinderungen in der Umgebung sowie auf der nahegelegenen Autobahn A61. Auch eine angrenzende Landstraße musste vorübergehend gesperrt werden.
Entscheidende Hinweise zur Brandursache lieferten die Videoaufzeichnungen des Betriebsgeländes. Nach Angaben der Kriminalpolizei ist darauf zu erkennen, dass das Feuer ohne äußere Einwirkung oder vorsätzliche Handlung entstanden ist. Die Ermittler vermuten, dass ein unsachgemäß entsorgter Akku innerhalb des Abfalls in Brand geraten ist und das Feuer ausgelöst hat.
Der Vorfall macht erneut auf ein Problem aufmerksam, mit dem Entsorgungsunternehmen bundesweit regelmäßig konfrontiert werden. Beschädigte oder falsch entsorgte Akkus können durch Kurzschlüsse oder Überhitzung Brände verursachen und stellen eine erhebliche Gefahr für Entsorgungsbetriebe, Müllfahrzeuge und Recyclinganlagen dar.
Verletzt wurde bei dem Brand glücklicherweise niemand. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, steht derzeit noch nicht fest. Auf dem Betriebsgelände laufen inzwischen die Aufräumarbeiten. Das Unternehmen arbeitet daran, den regulären Betrieb schnellstmöglich wieder vollständig aufzunehmen.
Die Polizei nutzt den Vorfall zugleich als Anlass, um auf die richtige Entsorgung von Akkus und Batterien hinzuweisen. Diese dürfen nicht über den Hausmüll oder den normalen Wertstoffabfall entsorgt werden, sondern müssen an dafür vorgesehenen Sammelstellen abgegeben werden. Nur so lassen sich gefährliche Brände wie der in Gundersheim vermeiden.
Text: MM/Redaktion Die Knipser






























