Archivfoto: Mirco Metzler/Die Knipser

Die Stadt Alzey stellt ihr Parkraummanagement neu auf. Ab Mittwoch, 22. April 2026, gelten im gesamten Stadtgebiet neue Parkgebühren. Ziel der Reform ist eine bessere Nutzung zentraler Stellplätze sowie die Finanzierung wichtiger Investitionen in die städtische Parkinfrastruktur.

Die Umstellung der Parkscheinautomaten erfolgt am Stichtag durch Fachfirmen und Mitarbeitende der Stadtverwaltung.

Ziel: Mehr verfügbare Stellplätze in der Innenstadt

Mit der Anpassung will die Stadt erreichen, dass zentrale Parkflächen künftig stärker für Kurzzeitparker zur Verfügung stehen. Dauerparken in stark frequentierten Bereichen soll reduziert werden. Gleichzeitig sollen alternative Angebote im Stadtgebiet ausgebaut werden.

„Wir schaffen mit der Neuregelung eine faire und zeitgemäße Grundlage für das Parken in der Stadt Alzey“, sagte Bürgermeister Steffen Jung. Die zusätzlichen Einnahmen würden gezielt in Projekte rund um den Parkraum investiert.

Einnahmen für neue Infrastrukturprojekte

Die Stadt rechnet durch die neue Gebührenstruktur mit Mehreinnahmen von rund 250.000 Euro jährlich. Diese sollen ausschließlich in den Ausbau und die Modernisierung der Parkinfrastruktur fließen. Geplant sind unter anderem:

  • Sanierung der Tiefgarage (über 2 Millionen Euro Investitionsvolumen)
  • Bau eines Parkdecks in der Friedrichstraße
  • Einführung eines neuen Parkleitsystems

Neue Gebührenstruktur im Überblick

Die Gebühren wurden zuletzt über viele Jahre kaum angepasst. Mit der Reform soll nun auch auf steigende Betriebs- und Instandhaltungskosten reagiert werden. Besonders zentrale Lagen wie Obermarkt und Museumsplatz werden künftig höher bepreist, um die Fluktuation zu erhöhen.

Die neuen Tarife im Überblick:

  • Innenstadt allgemein: 1,00 Euro pro Stunde
  • Obermarkt / Museumsplatz: 2,00 Euro pro Stunde
  • Bewohnerparken: 90 Euro pro Jahr
  • Park-and-Ride Bahnhof: 3,00 Euro pro Tag
  • Dauerparken: je nach Standort 25 bis 90 Euro pro Monat

Kurzzeitparken bleibt weiterhin in 20-Cent-Schritten möglich. Behindertenparkplätze sollen grundsätzlich kostenfrei bleiben, eine zeitliche Begrenzung wird geprüft.

Digitalisierung durch Handyparken

Parallel zur Gebührenanpassung setzt die Stadt verstärkt auf digitale Lösungen. Mit dem sogenannten Handyparken können Parkzeiten per Smartphone gestartet, verlängert und minutengenau abgerechnet werden. Alternativ bleibt die Zahlung am Parkscheinautomaten weiterhin möglich.

Hintergrund der Reform

Die letzte größere Anpassung der Parkgebühren liegt teilweise mehr als ein Jahrzehnt zurück. Nach Angaben der Stadt führte die bisherige Preisstruktur zunehmend zu Dauerparken in zentralen Lagen, was die Parkplatzverfügbarkeit für Kurzzeitnutzer erschwerte.

Mit dem neuen Konzept sollen Innenstadtbesuche für Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen erleichtert und der Parksuchverkehr reduziert werden.

Die Stadt Alzey sieht die Neuregelung als wichtigen Schritt zur langfristigen Modernisierung der Innenstadtinfrastruktur.

Text: LC/Redaktion Die Knipser/Stadtverwaltung Alzey