Foto: B. Pluskota, KABS e.V.
In Worms sind erneut Asiatische Tigermücken nachgewiesen worden. Nach Angaben der Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e. V. wurden die Tiere in den vergangenen Jahren sowohl im Stadtkern als auch im Stadtteil Pfeddersheim vereinzelt festgestellt. Nun rufen Experten gemeinsam mit der Stadtverwaltung die Bevölkerung dazu auf, aktiv gegen eine weitere Ausbreitung vorzugehen.
Die auch als Asiatische Tigermücke bekannte Art gilt als besonders aggressiv und kann sich schnell vermehren. Zudem besteht ein potenzielles Gesundheitsrisiko, da sie verschiedene Krankheitserreger übertragen kann. Auch wenn diese aktuell in Deutschland kaum verbreitet sind, könnten sie durch Reiserückkehrer eingeschleppt werden.
Brutstätten vermeiden – wichtigste Maßnahme
Nach Einschätzung der KABS liegt der Schlüssel zur Bekämpfung vor allem bei den Bürgerinnen und Bürgern selbst. Die Mücken vermehren sich in kleinen Wasseransammlungen – etwa in Gießkannen, Blumentopf-Untersetzern, Regentonnen oder verstopften Dachrinnen. Bereits innerhalb einer Woche können sich dort Larven entwickeln.
Da die Tiere nur wenige hundert Meter weit fliegen, stammen viele Mücken direkt aus der unmittelbaren Umgebung. Entsprechend wirksam ist es, Wasseransammlungen konsequent zu vermeiden oder regelmäßig zu entfernen. Gefäße sollten entweder trocken gelagert oder dicht abgedeckt werden. Auch das wöchentliche Entleeren von Behältern kann die Vermehrung deutlich eindämmen.
Wenn sich Brutstätten nicht vermeiden lassen, können diese im Abstand von zwei Wochen mit sogenannten Bti-Tabletten behandelt werden. Diese gelten als unbedenklich für Menschen und andere Tiere und sind über die Stadtverwaltung kostenlos erhältlich.
Eier gezielt beseitigen
Zusätzlich können bereits abgelegte Eier unschädlich gemacht werden. Diese haften oft an den Innenwänden von Gefäßen. Durch heißes Wasser (mindestens 60 Grad) oder gründliches Abschrubben lassen sie sich entfernen.
Verdächtige Mücken melden
Um die Ausbreitung besser nachvollziehen zu können, bittet die KABS darum, verdächtige Exemplare zu melden. Da die Tigermücke leicht mit anderen Arten verwechselt werden kann, sind aussagekräftige Fotos oder eingesendete Tiere notwendig. Charakteristisch sind unter anderem ein weißer Streifen auf Kopf und Rücken sowie weiße Markierungen an den Beinen.
Ausbreitung durch Klima begünstigt
Ursprünglich stammt die Asiatische Tigermücke aus Südostasien, hat sich jedoch durch globalen Reise- und Warenverkehr weltweit verbreitet. Mildere Temperaturen begünstigen inzwischen auch in Deutschland ihre Ausbreitung – insbesondere in klimatisch günstigen Regionen wie der Oberrheinebene.
Neben der Belästigung durch die tagaktiven und stechfreudigen Tiere sehen Fachleute vor allem langfristige Risiken. Unter bestimmten Bedingungen könnten Krankheiten wie Dengue-, Zika- oder West-Nil-Fieber übertragen werden. Auch für Hunde besteht durch mögliche Übertragung von Herzwürmern eine Gefahr.
Die Behörden betonen daher: Nur durch konsequente Mithilfe der Bevölkerung lässt sich verhindern, dass sich die Tigermücke in Worms dauerhaft etabliert.
Text: LC/Redaktion Die Knipser/Stadtverwaltung Worms




























