Archivfoto: Mirco Metzler/Die Knipser

Die Großbaustelle im Wormser Norden biegt auf die Zielgerade ein: Heute (18. August 2025) wurden die Straßenmarkierungen aufgebracht – ein klares Zeichen dafür, dass der vierspurige Ausbau der B9 bald abgeschlossen ist. Schon Ende September oder Anfang Oktober soll die wichtige Verkehrsachse wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden.
 
„Die Arbeiten liegen voll im Zeit- und Kostenplan“, bestätigt Alexandra Bonaventura, stellvertretende Leiterin des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Worms. Damit endet in wenigen Wochen eine Vollsperrung, die seit September 2023 gilt und den Verkehr über die Hafenstraße umgeleitet hat.

Millionenprojekt im Zeitplan

Die Maßnahme umfasst den vierspurigen Ausbau der B9 auf einer Strecke von 670 Metern – von der Eisenbahnbrücke bis zur Kreuzung „Am Gallborn“. Künftig wird die Fahrbahn 14,90 Meter breit sein. Vor Beginn der Bauarbeiten nutzten täglich rund 24.500 Fahrzeuge die Strecke, 13 Prozent davon Schwerverkehr.
 
Die Kosten des Projekts liegen bei rund 23,6 Millionen Euro:
 
  • 12,7 Millionen Euro entfielen auf den Neubau der Eisenbahnbrücke,
  • 2,5 Millionen Euro auf die Ertüchtigung der Hafenstraße während der Umleitung,
  • 8,4 Millionen Euro auf den Straßenbau und die neue Pfrimmbrücke.
     
Eine besondere Ingenieursleistung war der Ersatzneubau der Bahnüberführung über die Mainzer Straße: Das 4.500 Tonnen schwere Bauwerk wurde zunächst neben dem Bahndamm betoniert und anschließend hydraulisch rund 20 Meter an seinen endgültigen Standort unter den Gleisen verschoben. Die B9 wurde in diesem Bereich zudem tiefergelegt, um künftig auch höheren Fahrzeugen die Durchfahrt zu ermöglichen.

Fertigstellung im Frühjahr 2026

Nach der Freigabe für den Verkehr im Herbst 2025 sind noch Restarbeiten vorgesehen – unter anderem der Ausbau der Dr.-Otto-Röhm-Straße. Diese können allerdings ohne Vollsperrung durchgeführt werden.
 
Im Frühjahr 2026 soll die Gesamtmaßnahme abgeschlossen sein. Dann reicht der vierspurige Ausbau der B9 von der Petrus-Dorn-Straße bis in Höhe der Wormser Kläranlage. Zusätzlich sorgt die neue „Parallelentlastung“ zum Autobahnzubringer Nord künftig für eine bessere Verkehrsführung.
 
„Mit den heutigen Markierungen ist klar zu sehen: Wir stehen kurz vor der Zielgeraden“, heißt es vom LBM. Für die Wormserinnen und Wormser bedeutet das: Schon bald hat das lange Warten auf freie Fahrt ein Ende.
 
Text: SR/Redaktion Die Knipser