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Bewegendes Gefängnisdrama „Frank & Louis“ feiert Deutschlandpremiere in Hamburg

Bewegendes Gefängnisdrama „Frank & Louis“ feiert Deutschlandpremiere in Hamburg
Kingsley Ben-Adir und Rob Morgan stehen im Mittelpunkt des bewegenden Gefängnisdramas „Frank & Louis“. Nach Festivalauftritten in Sundance und Locarno feiert der Film am 26. September seine Deutschlandpremiere beim FilmFest Hamburg, bevor er am 10. Dezember in die Kinos kommt. Foto: Constantin Film

Nach erfolgreichen Festivalstationen in den USA und der Schweiz kommt „Frank & Louis“ nach Deutschland. Das neue Drama der Schweizer Regisseurin Petra Volpe feiert am 26. September seine Deutschlandpremiere beim FilmFest Hamburg. Volpe, die zuletzt mit „Heldin“ auf sich aufmerksam machte, wird bei der Premiere persönlich anwesend sein. Der bundesweite Kinostart folgt am 10. Dezember 2026.

Im Mittelpunkt des Films steht Frank, gespielt von Kingsley Ben-Adir. Der Mann in seinen Vierzigern verbüßt eine lebenslange Haftstrafe und hofft auf eine spätere Bewährung. Um mit dem harten Gefängnisalltag zurechtzukommen, hat er sich emotional weitgehend von seiner Umgebung abgeschottet.

Nach seiner Verlegung in eine neue Haftanstalt schließt er sich den sogenannten „Gold Coats“ an. In diesem Programm kümmern sich Gefangene um ältere Mitinsassen, die an Alzheimer oder anderen Formen von Demenz erkrankt sind. Franks Beweggründe sind zunächst eigennützig: Er erhofft sich durch sein Engagement bessere Chancen auf Bewährung.

Eine unerwartete Beziehung verändert Frank

Unter den Menschen, um die sich Frank kümmern soll, befindet sich Louis Nelson. Der von Rob Morgan gespielte Gefangene war einst für seine Macht und Autorität gefürchtet, ist inzwischen jedoch auf Unterstützung angewiesen.

Zwischen den beiden Männern entwickelt sich nach und nach eine besondere Beziehung. Die Pflege bringt Frank dabei sowohl körperlich als auch emotional an seine Grenzen und zwingt ihn, seine bisherige Haltung zu hinterfragen.

„Frank & Louis ist eine tiefgründige und universelle Geschichte über Zärtlichkeit, Verletzlichkeit und Mitgefühl an einem erbarmungslosen Ort – und stellt komplexe moralische Fragen, ohne einfache Antworten zu geben“, beschreibt Regisseurin Petra Volpe ihren Film.

Neben Kingsley Ben-Adir und Rob Morgan gehören unter anderem René Pérez Joglar, Rosalind Eleazar, Indira Varma, Andy Cheung und Calum MacPherson zum Ensemble.

Publikumspreis beim Filmfestival in Locarno

Seine Weltpremiere feierte „Frank & Louis“ bereits im Januar 2026 beim Sundance Film Festival in Park City. Im August folgte die Europapremiere beim Locarno Film Festival auf der Piazza Grande. Dort wurde das Drama mit dem Publikumspreis „Prix Public UBS“ ausgezeichnet.

Nun folgt mit dem FilmFest Hamburg die erste Präsentation vor deutschem Publikum. Für Regie und Drehbuch zeichnet Petra Volpe verantwortlich, die das Drehbuch gemeinsam mit Esther Bernstorff verfasste. Produziert wurde der Film von Reto Schaerli und Lukas Hobi von Zodiac Pictures in Koproduktion mit Caspian Films, dem Schweizer Radio und Fernsehen sowie SRG SSR.

Nach seiner Deutschlandpremiere am 26. September müssen sich Kinofans noch etwas gedulden: „Frank & Louis“ startet am 10. Dezember 2026 bundesweit in den Kinos.

Text: LC/Redaktion Die Knipser · Quelle: Constantin Film