BUND-Protest gegen die rückwärtsgewandte Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin Reiche. Foto: BUND/Jörg Farys

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert die Pläne der Bundesregierung zum Gebäudemodernisierungsgesetz scharf. Mit einem Eilappell ruft der Verband die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Regierung zu einem Kurswechsel zu bewegen und ein „Geschenk an die Gaslobby“ zu stoppen.

Nach den aktuellen Eckpunkten sollen weiterhin klimaschädliche Gas- und Ölheizungen ohne strenge Beschränkungen eingebaut werden können. Die geplanten Beimischungsquoten für erneuerbare Brennstoffe wie Biomethan oder Wasserstoff werden vom BUND als „teuer“ und „klimaschädlich“ kritisiert. Diese Maßnahmen verlängerten faktisch das Geschäftsmodell der fossilen Gaswirtschaft, ohne die dringend notwendige Wärmewende voranzutreiben.

„Heizen muss klimafreundlich und bezahlbar sein“

Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, erklärt: „Die Union hat den Vorschlag der fossilen Lobby durchgesetzt, auf Kosten von Klima und Verbraucher*innen. Anstatt fossile Geschäftsmodelle abzusichern, muss die Bundesregierung den Klimaschutz im Gebäudesektor endlich voranbringen. Menschen müssen vor steigenden Heizkosten geschützt und beim Umstieg auf erneuerbare Wärme unterstützt werden.“

Die vorgesehenen Beimischungsquoten würden vor allem Mieterinnen, Menschen mit geringem Einkommen und diejenigen, die nicht sofort umsteigen können, in eine Kostenfalle treiben – ohne echte Perspektive für eine soziale und nachhaltige Wärmewende.

Bürgerinnen und Bürger zum Handeln aufgerufen

Der BUND ruft dazu auf, den Bundeskanzler sowie zuständige Ministerinnen und Minister mit dem Eilappell zu kontaktieren und die Bundesregierung aufzufordern, die klimaschädlichen Förderungen zu stoppen.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Teilnahme am Eilappell finden Interessierte unter: www.aktion.bund.net/gaslobby-geschenk-stoppen

Text: LC/Redaktion Die Knipser/Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)