Foto: BBK
Der fünfte Bundesweite Warntag zeigt erneut eine hohe Wirksamkeit des Warnsystems in Deutschland. Nach einer Online-Umfrage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wurden 97 Prozent der Befragten über mindestens einen Warnkanal erreicht. Insgesamt flossen 117.073 ausgefüllte Online-Fragebögen in die Auswertung ein.
Warnmix erreicht breite Bevölkerung
Die Ergebnisse zeigen einen anhaltenden positiven Trend: 82 Prozent der Teilnehmenden bewerten den Warntag 2025 als gut verlaufen – ein Anstieg um rund zehn Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Fast drei Viertel der Befragten geben zudem an, dass der Warntag ihr Vertrauen in das Warnsystem in Deutschland gestärkt habe.
Cell Broadcast bleibt wichtigster Warnkanal
Als effektivster Warnweg bestätigt sich weiterhin Cell Broadcast. 73 Prozent der Befragten erhielten die Probewarnung direkt auf ihr Mobiltelefon. Auch Warn-Apps wie die App NINA (67 Prozent) sowie Sirenensignale (65 Prozent) wurden von vielen Menschen wahrgenommen und zeigten im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung.
Besonders positiv fällt die Bewertung der Warnkanäle aus: Cell Broadcast sowie Warn-Apps und Sirenen wurden von über 90 Prozent der Befragten als wirkungsvoll oder sehr wirkungsvoll eingeschätzt.
Informationsbedarf bei Bevölkerungsschutz weiterhin hoch
Neben der technischen Wirksamkeit wurde auch das Informationsverhalten der Bevölkerung untersucht. 76 Prozent der Befragten wissen nach eigener Einschätzung, wie sie im Ernstfall gewarnt werden. Gleichzeitig fühlt sich weniger als die Hälfte ausreichend über mögliche Risiken informiert, die sie persönlich betreffen könnten.
Der Wunsch nach mehr Aufklärung ist entsprechend groß: 61 Prozent der Teilnehmenden wünschen sich zusätzliche Informationen zu Notfall- und Katastrophenrisiken, 59 Prozent zu Vorsorgemaßnahmen.
Warntag als bundesweiter Stresstest
Der Bundesweite Warntag ist ein gemeinsamer Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen und findet jährlich am zweiten Donnerstag im September statt – im Jahr 2026 am 10. September. Neben einem technischen Stresstest der Warninfrastruktur dient er auch der Information der Bevölkerung über Warnwege und Vorsorge.
Zum Einsatz kommt dabei das Modulare Warnsystem (MoWaS), über das unter anderem Cell Broadcast, Warn-Apps, Rundfunk, digitale Anzeigetafeln und weitere lokale Warnmittel wie Sirenen oder Lautsprecherwagen gesteuert werden.
Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage sind online abrufbar unter: www.bbk.bund.de/umfrageergebnisse-warntag
Text: LC/Redaktion Die Knipser/Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe






























