Die Diskussion um das Bauvorhaben auf dem Oltmanns-Gelände sorgt weiterhin für unterschiedliche Auffassungen zwischen der CDU-Fraktion im Ortsbeirat Rheindürkheim und der Stadtverwaltung. Archivfoto: Mirco Metzler/Die Knipser
Die CDU-Fraktion im Ortsbeirat Rheindürkheim weist die jüngste Pressemitteilung der Stadt Worms entschieden zurück. Insbesondere kritisiert sie die Darstellung der Bauverwaltung und sieht darin erneut Defizite in der Kommunikation zwischen Verwaltung und den demokratisch gewählten Vertretern des Stadtteils.
„Es ist schon ein bemerkenswerter Vorgang, dass eine Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung die demokratisch gewählten Vertreter des Ortsbeirates und den Ortsvorsteher angreift“, erklärt Fraktionssprecher Klaus Harthausen. Die Pressemitteilung der Stadt sei aus Sicht der CDU ein weiterer Beleg für die aus ihrer Sicht unzureichende Kommunikation des Baudezernats.
Die Fraktion weist insbesondere die Behauptung zurück, sie habe einen rechtswidrigen Baubeginn auf dem Oltmanns-Gelände unterstellt. „Wer aus dem Satz, dass auf dem Gelände bereits Bagger rollen, etwas anderes als eine offensichtliche Beobachtung und baurechtlich zulässige Planierarbeiten herausliest, will keinen Dialog, sondern mit seiner Auslegung gezielt in den Konflikt gehen“, so Harthausen.
Auch die Darstellung der Stadt, der Ortsbeirat sei bereits im November im Rahmen einer Bauvoranfrage beteiligt worden, bewertet die CDU anders. Nach Angaben der Fraktion beschränken sich die Informationen in solchen nichtöffentlichen Sitzungen auf den Bauherrn, den Standort sowie eine allgemeine Beschreibung des Vorhabens. Detaillierte Planungen würden dem Ortsbeirat zu diesem Zeitpunkt nicht vorgelegt. Daraus abzuleiten, der Ortsbeirat sei umfassend beteiligt gewesen und hätte eine qualifizierte Stellungnahme abgeben können, sei aus Sicht der CDU nicht nachvollziehbar.
Grundsätzliche Einwände gegen das Bauprojekt selbst erhebt die Fraktion nach eigenen Angaben nicht. „Wir sehen das Problem nicht beim Bauvorhaben selbst. Das Projekt wird im Grundsatz von allen Mitgliedern des Ortsbeirates begrüßt“, betont Harthausen. Mit vielen Investoren funktioniere der Austausch konstruktiv, wenn diese ihre Projekte persönlich im Ortsbeirat vorstellten.
Die eigentlichen Probleme sieht die CDU-Fraktion in der Kommunikation der Bauverwaltung. Als Beispiele nennt sie unter anderem Diskussionen um Arbeitnehmerunterkünfte, Änderungen des Flächennutzungsplans sowie das Baugebiet Gleisdreieck. Nach Auffassung der Fraktion seien Beschlüsse des Ortsbeirates dem Stadtrat nicht vollständig vorgelegt worden. Stattdessen seien lediglich einzelne Inhalte unter der Überschrift „private Anliegen“ erwähnt worden. Dieser Ablauf sei im Protokoll der Stadtratssitzung vom 17. Dezember 2025 dokumentiert.
Die CDU-Fraktion wirft Baudezernent Timo Horst vor, Beschlüsse des Ortsbeirates gegenüber Bauausschuss und Stadtrat nicht vollständig eingebracht zu haben.
„Alles, was wir als demokratisch gewählte Vertreter für Rheindürkheim wollen, ist, dass mit uns angemessen und ernsthaft gesprochen wird. Das ist ein echter Mangel in der Verwaltungskultur des Baudezernates“, so Harthausen abschließend.
Text: MS/Redaktion Die Knipser/CDU-Fraktion Rheindürkheim




























