Geschäftsführer Klinikum Worms Daniel Herke, Landtagsabgeordneter Dirk Beyer. Foto: Patricia Sonek

Der Wormser SPD-Landtagsabgeordnete Dirk Beyer hat das Klinikum Worms besucht und sich mit Geschäftsführer Daniel Herke über aktuelle Entwicklungen und politische Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen ausgetauscht. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen unter anderem die Krankenhausreform mit der Neuzuteilung der Leistungsgruppen, der geplante Transformationsfonds des Bundes sowie die Perspektive eines Kommunalen Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) für Worms.

Daniel Herke erklärte, das Klinikum Worms sei im Hinblick auf die anstehenden Reformen insgesamt gut aufgestellt. Gleichzeitig stelle der zunehmende Fachkräftemangel jedoch auch die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz vor große Herausforderungen.

Ein zentrales Thema war die Situation in der Notfallversorgung. Dabei wurde ein strukturelles Problem deutlich angesprochen: „Eine Vielzahl der Fälle, die bei uns in der Notaufnahme landen, gehören dort eigentlich nicht hin.“ Nach Darstellung des Geschäftsführers führt insbesondere die Unterversorgung im hausärztlichen Bereich zu einer Überlastung der Zentralen Notaufnahme. Als mögliche Lösungsansätze nannte Herke die Einführung Integrierter Notfallzentren sowie den Aufbau einer hausärztlichen Institutsambulanz an Krankenhäusern. Die Integrierten Notfallzentren könnten eine steuernde Funktion in der Patientenlenkung übernehmen, während eine Institutsambulanz die Versorgung stabilisieren würde. „Mit beiden Maßnahmen würde sich die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger spürbar verbessern.“

Auch die Krankenhausfinanzierung war Gegenstand des Austauschs. Herke machte deutlich, dass punktuelle Einzelförderungen nicht ausreichten. Stattdessen sei eine verlässliche, strukturierte und nachhaltige Finanzierung notwendig, um den Kliniken langfristige Planungssicherheit zu ermöglichen.

Darüber hinaus berichtete der Geschäftsführer über geplante Maßnahmen im Energiebereich. So soll künftig Photovoltaik zur teilweisen Eigenversorgung eingesetzt werden, um Betriebskosten zu senken und das Klinikum nachhaltiger aufzustellen.

Positiv hob Herke außerdem hervor, dass das Klinikum Worms in absehbarer Zeit als Onkologisches Zentrum zertifiziert werden soll. Dies stelle einen wichtigen Schritt zur weiteren Stärkung der hochwertigen medizinischen Versorgung in der Region dar.

Dirk Beyer zeigte sich nach dem Besuch beeindruckt: „Das Klinikum Worms beweist, dass auch in Zeiten großer Reformen, Fachkräftemangel und Kostendruck verantwortungsvoll geplant und qualitativ hochwertig gearbeitet wird. Es ist ein zentraler Pfeiler der Gesundheitsversorgung in unserer Region. Um dies auch weiter zu gewährleisten bleiben wir im engen Kontakt.“