Bundespolizisten nahmen am Flughafen Frankfurt einen 63-jährigen Deutschen fest, gegen den mehrere Haftbefehle vorlagen. Foto: Fraport

Fahndungserfolg für die Bundespolizei am Flughafen Frankfurt: Einsatzkräfte haben am 13. Juli einen 63-jährigen Deutschen bei seiner Ankunft aus Mombasa festgenommen. Gegen den Mann lagen gleich mehrere offene Haftbefehle vor.

Das Amtsgericht Mosbach hatte den 63-Jährigen mit einem Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des Betruges gesucht. Nach bisherigen Ermittlungen soll der Mann zwischen 2014 und 2022 über Onlineplattformen zahlreichen Personen vorgetäuscht haben, ihnen ausländische Fahrerlaubnisse beschaffen zu können. Die versprochenen Dokumente sollten den Betroffenen ermöglichen, in Deutschland legal Fahrzeuge im Straßenverkehr zu führen.

Für die angebliche Dienstleistung kassierte der Mann nach Angaben der Ermittler Geld, ohne die versprochenen Leistungen zu erbringen. Der dadurch entstandene Gesamtschaden soll sich auf mindestens 832.334,71 Euro belaufen.

Zusätzlich wurde der 63-Jährige wegen weiterer Straftaten gesucht. Das Amtsgericht Mosbach und die Staatsanwaltschaft Mosbach hatten weitere Vollstreckungsmaßnahmen wegen falscher Angaben nach dem GmbH-Gesetz sowie wegen übler Nachrede veranlasst. Insgesamt waren Geldstrafen in Höhe von 7.850 Euro offen. Sollte der Betrag nicht gezahlt werden, drohen ersatzweise insgesamt 410 Tage Haft.

Darüber hinaus lag ein weiterer Strafbefehl wegen des Vorenthaltens von Arbeitsentgelt vor. Hierfür wurde eine Geldstrafe von 1.350 Euro verhängt.

Die Bundespolizei führte den Festgenommenen anschließend dem zuständigen Haftrichter am Amtsgericht Mosbach vor.

Text: SSP/Redaktion Die Knipser/Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main