Innenminister Michael Ebling Foto: MdI RLP / Schombara
Nach mehreren Vorfällen an der Karolina-Burger-Realschule in Ludwigshafen, bei denen durch das Versprühen von Reizstoffen mehrere Personen verletzt wurden, hat die Polizei Rheinland-Pfalz ihre Präsenz an der Schule erhöht. Innenminister Michael Ebling betonte zugleich, dass rheinland-pfälzische Schulen grundsätzlich sichere Orte seien und Einzelfälle nicht verallgemeinert werden dürften.
„Es ist nicht angemessen, von einzelnen Vorfällen auf viele Schulen oder gar auf das ganze Land zu schließen. Unsere Schulen sind sichere Orte, Rheinland-Pfalz ist ein sicheres Land“, erklärte Ebling. Wo es jedoch Auffälligkeiten gebe, werde konsequent gehandelt. „Nulltoleranz gegenüber Gewalt ist unsere klare Richtschnur – landesweit und an jeder einzelnen Schule.“
Nach Angaben des Innenministeriums hat die Polizei inzwischen zwei minderjährige Tatverdächtige identifiziert, gegen die wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt wird. Nach aktuellem Stand handelt es sich um Schüler der betroffenen Schule. Die polizeilichen Maßnahmen an der Karolina-Burger-Realschule wurden mit Beginn des heutigen Tages verstärkt und sollen fortgeführt werden.
Neben einer erhöhten Präsenz setzt die Polizei auf eine kontinuierliche Lagebewertung sowie auf präventive Maßnahmen. Mehrfach auffällige Personen werden gezielt erfasst und in gemeinsamen Fallbesprechungen mit weiteren beteiligten Stellen betrachtet. Dabei reicht das Instrumentarium von Ermittlungsmaßnahmen bis hin zu unterstützenden und präventiven Angeboten.
Flankiert werden die polizeilichen Schritte durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium. Geplant sind unter anderem der Ausbau von Präventionsangeboten, die Stärkung der Krisenprävention sowie die Einrichtung einer landesweiten Vertrauensstelle. Ziel ist ein abgestimmtes Unterstützungs- und Interventionsnetz, das im Bedarfsfall schnell greift.
„Wir kombinieren konsequentes Eingreifen mit Prävention und Unterstützung. So reagieren wir klar, ohne zu dramatisieren“, so Ebling.
Zugleich stellte der Innenminister klar, dass das landesweite Lagebild an Schulen nicht besorgniserregend sei. Die große Mehrheit der Schulen arbeite stabil und werde von engagierten Lehrkräften getragen. „An den allermeisten Schulen ist Polizei nicht notwendig. Aber wenn sie gebraucht wird, dann ist sie da“, sagte Ebling.
Abschließend hob der Minister die enge Abstimmung zwischen Innen- und Bildungsministerium hervor: „In Rheinland-Pfalz lernen Kinder und Jugendliche sicher. Und wir gehen gemeinsam entschlossen gegen Gewalt an Schulen vor.“































