Mit persönlichen Botschaften und Gedanken gestalteten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger den Demokratiebaum auf dem Alzeyer Roßmarkt. Foto: Stadtverwaltung Alzey

Am 23. und 24. Mai, anlässlich des Geburtstags unseres Grundgesetzes, war der Roßmarkt mehr als nur ein Platz in der Innenstadt. Ein Baum, viele bunte Zettel, tiefe Gedanken – und ein deutliches Zeichen: Die Alzeyer schätzen und schützen ihre Demokratie.

Zum ersten deutschlandweiten Ehrentag des Grundgesetzes hatte die Stadt Alzey zum Demokratiebaum eingeladen. Die Resonanz hat gezeigt: Das Thema trifft einen Nerv. Wer vorbeikam, blieb stehen – schrieb auf, was ihm an der Demokratie wichtig ist, und hängte seinen Zettel zu den Gedanken der anderen Alzeyerinnen und Alzeyer.

Was die Alzeyer bewegt

Die Botschaften am Baum sind so bunt und unterschiedlich wie ihre Verfasserinnen und Verfasser. Und doch zieht sich ein roter Faden durch fast alle: Freiheit und Demokratie sind kein Naturzustand. Viele betonten, wie viel es bedeutet, die eigene Meinung sagen zu dürfen, Zugang zu freien Informationen zu haben und nicht in Angst vor Willkür leben zu müssen. Andere hoben hervor, was Demokratie im Alltag wirklich ausmacht: zuhören, konstruktiv streiten, aus Fehlern lernen, miteinander nach Lösungen suchen.

Besonders deutlich wurde: Demokratie muss aktiv gelebt, gestaltet und mitunter auch verteidigt werden. Mitbestimmung ist keine Sache zum bloßen Zuschauen – sie verlangt Engagement, Haltung und Verantwortung. Da sind sich die Verfasserinnen und Verfasser der Botschaften am Demokratiebaum einig.

Alzey hat gezeigt, wofür es steht

Die Beteiligung hat Freude gemacht – und Mut. Groß und Klein, mit kurzen Worten oder langen Gedanken: Alle Beiträge zusammen ergeben ein lebendiges Bild davon, was unsere Demokratie für die Menschen in Alzey bedeutet. 

Bürgermeister Steffen Jung dankt allen, die sich an der Aktion beteiligt haben: „Die Beiträge am Demokratiebaum und die hohe Teilnahme haben mich wirklich beeindruckt. Es zeigt: Demokratie ist in Alzey kein abstraktes Wort, sondern gelebter Alltag. Ich danke allen, die mitgemacht haben.“