Von links nach rechts: Duo Herschel & Lömsch, (Oberbürgermeister der Stadt Worms) Adolf Kessel, (Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Mainz-Rheinhessen K.d.ö.R.) Anna Kischner, (Oberbürgermeisterin der Stadt Speyer) Stefanie Seiller, (Staatssekretär und Welterbebeauftragter der Landesregierung) Dr. Denis Alt, (Beauftragte für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen) Monika Fuhr, (Geschäftsführerin des SchUM-Vereins und Site-Managerin der SchUM-Stätten) Birgit Kita, (SchUM-Koordinatorin der Stadt Mainz) Elke Höllein. Fotos: SchUM-Städte e.V.

Mit einem abwechslungsreichen Programm im Speyerer Judenhof haben die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz am 26. Juli den fünften Jahrestag ihrer Anerkennung als UNESCO-Welterbe gefeiert und zugleich den Startschuss für ihr Jubiläumsjahr gegeben. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die fast 1.000-jährige Geschichte und Kultur der jüdischen Gemeinden am Rhein bei Führungen, Mitmachaktionen, einer musikalisch-literarischen Performance sowie freiem Eintritt in den Judenhof und das Museum SchPIRA zu erleben.

Zur Eröffnung begrüßte Stefanie Seiler, Oberbürgermeisterin der Stadt Speyer und Vorstandsvorsitzende des SchUM-Städte e. V., die Gäste. Grußworte sprachen außerdem Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur Rheinland-Pfalz, Monika Fuhr, Beauftragte für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen des Landes Rheinland-Pfalz, sowie Uwe Wöhlert, Vorsitzender des Verkehrsvereins Speyer e. V. Monika Fuhr hob die Bedeutung der SchUM-Stätten als lebendige Lern-, Erinnerungs- und Begegnungsorte hervor und würdigte das Engagement aller Beteiligten, die das Welterbe sichtbar und erlebbar machen.

Der Welterbe-Geburtstag bildet den Auftakt eines Jubiläumsjahres mit zahlreichen Veranstaltungen. Bereits Anfang September eröffnet im SchUM-Lab Worms eine Pop-up-Ausstellung, die die Entwicklung der SchUM-Stätten in den vergangenen fünf Jahren dokumentiert. 

Am 6. September folgt mit der Eröffnung des ersten SchUM-Besuchszentrums im Sali-Levi-Haus in Mainz ein weiterer Höhepunkt. Eine anschließende Festwoche lädt dazu ein, das neue Zentrum und die Mainzer Welterbestätte kennenzulernen.

Auch im Herbst sind weitere Veranstaltungen geplant, darunter die feierliche Übergabe der UNESCO-Welterbeurkunden an die Gründungsmitglieder des SchUM-Vereins sowie ein Studientag zum 100-jährigen Bestehen des Denkmalfriedhofs am Alten Jüdischen Friedhof in Mainz.

Mit dem Jubiläumsjahr möchten die SchUM-Stätten Bilanz ziehen und zugleich den Blick in die Zukunft richten. Ziel ist es, noch mehr Menschen für das einzigartige jüdische Erbe am Rhein zu begeistern und dessen Bedeutung als Ort der Geschichte, Kultur und Begegnung sichtbar zu machen.

Text: MS/Redaktion Die Knipser/SchUM-Städte e.V.