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Eulen Ludwigshafen verlieren deutlich in Dresden – Verletzung von Friedrich Schmitt überschattet Niederlage

Eulen Ludwigshafen verlieren deutlich in Dresden – Verletzung von Friedrich Schmitt überschattet Niederlage
Die Eulen Ludwigshafen mussten sich am 17. Oktober 2026 beim HC Elbflorenz Dresden mit 28:38 geschlagen geben. Überschattet wurde die Partie von einer Verletzung des 22-jährigen Friedrich Schmitt. Foto: HC Elbflorenz 2006

Die Eulen Ludwigshafen haben am Samstag, 17. Oktober 2026, in der 2. Handball-Bundesliga einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Beim HC Elbflorenz Dresden unterlag die Mannschaft von Trainer Michael Haaß mit 28:38 (13:18). Vor 1.804 Zuschauern in der Dresdner Ballsport Arena hielten die Ludwigshafener zunächst gut mit, verloren jedoch kurz vor der Halbzeit den Anschluss. Überschattet wurde die Partie von einer Verletzung des Eulen-Torjägers Friedrich Schmitt.

Während Dresden mit 14:2 Punkten die Tabellenführung behauptet, bleiben die Eulen mit 4:12 Punkten im Tabellenkeller.

Schmitt verletzt sich bereits in der Anfangsphase

Schon in der sechsten Spielminute mussten die Eulen einen schweren Rückschlag verkraften. Friedrich Schmitt erzielte zunächst den Treffer zum 3:3, knickte bei der anschließenden Landung jedoch um und konnte nicht weiterspielen.

Der 22-Jährige musste von Physiotherapeut Rolf Bellmann und Mitspieler Bruno Eickhoff gestützt das Spielfeld verlassen. Wie schwer die Verletzung ist, war zunächst unklar.

Für Trainer Michael Haaß rückte das sportliche Ergebnis angesichts der Verletzung in den Hintergrund. „Wir haben einen Spieler verloren“, erklärte der Eulen-Coach nach der Partie.

Auch Geschäftsführer Andreas Olbert zeigte sich betroffen. „Es scheint so zu sein, dass uns das Pech am Stiefel klebt. Die Verletzung von Friedrich trifft uns hart“, sagte Olbert.

Eulen brechen nach ausgeglichener Anfangsphase ein

Trotz des frühen Ausfalls ihres Torjägers hielten die Ludwigshafener zunächst mit dem Tabellenführer mit. In der 26. Minute erzielte Finn Leun den Ausgleich zum 13:13.

Anschließend verlor die Mannschaft jedoch völlig den Rhythmus. Dresden nutzte technische Fehler und Ballverluste konsequent aus und setzte sich mit fünf Treffern in Folge ab. Zur Halbzeit lagen die Gastgeber bereits mit 18:13 vorne.

Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Eulen nicht zurück ins Spiel. Ein weiterer Lauf der Dresdner mit acht Toren in Folge ließ den Rückstand deutlich anwachsen.

Besonders die zahlreichen Fehler im Angriff und die daraus resultierenden Gegenstöße machten den Ludwigshafenern zu schaffen.

Am Ende setzte sich der HC Elbflorenz deutlich mit 38:28 durch.

Bruno Eickhoff überzeugt bei seinem Debüt

Einen positiven Moment gab es für die Eulen dennoch: Bruno Eickhoff feierte nach 134 Tagen sein Comeback auf dem Handballfeld und absolvierte gleichzeitig sein erstes Pflichtspiel im Ludwigshafener Trikot.

Der Kreisläufer, der zuletzt für die MT Melsungen gespielt hatte, traf kurz nach seiner Einwechslung zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung.

Insgesamt verwandelte Eickhoff alle vier seiner Würfe und holte zudem einen Siebenmeter heraus.

Nach dem Spiel zeigte sich der Neuzugang trotz seines gelungenen Einstands enttäuscht über die Niederlage.

„Wir waren 25 Minuten gut im Spiel, zeigen was wir können, verlieren dann den Faden, machen zu viele technische Fehler. Und Friedrich fehlt uns“, analysierte Eickhoff.

Für die kommende Partie in Lübeck wolle die Mannschaft vor allem die positiven Ansätze aus der Anfangsphase mitnehmen.

Kian Schwarzer mit makelloser Trefferquote

Neben Eickhoff gehörte Kian Schwarzer zu den auffälligsten Spielern der Ludwigshafener. Der Linksaußen verwandelte alle sieben seiner Würfe, darunter vier Siebenmeter.

Auch Alexander Falk blieb mit vier Treffern bei vier Versuchen ohne Fehlwurf. Theo Straub traf zweimal bei zwei Abschlüssen.

Schwarzer sah die Ursachen für die deutliche Niederlage vor allem in den Ballverlusten und dem erneuten Leistungseinbruch.

„Wir kommen gut ins Spiel, spielen 15 Minuten auf gleichem Niveau, und dann sind es Kleinigkeiten, verlieren vorne einfach zu viele Bälle“, erklärte er.

Auf Dresdner Seite überzeugte Torhüter Marino Mallwitz, der nach 17 Minuten eingewechselt wurde und 13 Würfe parierte.

Bei den Eulen teilten sich Janis Boieck und Philipp Wenning die Einsatzzeit im Tor. Boieck kam auf fünf Paraden, Wenning auf vier.

Verletzungssorgen verschärfen sich

Neben der sportlichen Situation bereitet den Ludwigshafenern vor allem die angespannte Personallage Sorgen.

Tilo Müller fällt weiterhin wegen einer Knieverletzung aus, René Zobel fehlte aufgrund einer Gehirnerschütterung. Torhüter Pawel Krawczyk befindet sich nach seiner Meniskusoperation auf dem Weg zurück.

Hinzu kommen zwei längerfristige Ausfälle: Lennart de Hooge wurde an der Schulter operiert, während sich Kreisläufer Lars Röller nach einem erneuten Bruch des rechten Mittelfußes ebenfalls einer Operation unterziehen musste.

Wie lange Friedrich Schmitt fehlen wird, steht noch nicht fest.

Nächste Herausforderung wartet in Lübeck

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt den Eulen nicht. Bereits am Samstag, 24. Oktober 2026, um 18 Uhr steht das nächste Auswärtsspiel in Lübeck auf dem Programm.

Dort will die Mannschaft an die gute Anfangsphase gegen Dresden anknüpfen und insbesondere die hohe Zahl technischer Fehler reduzieren.

Mit 4:12 Punkten stehen die Ludwigshafener weiterhin unter Druck, während Dresden mit 14:2 Punkten an der Tabellenspitze bleibt.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Eulen Ludwigshafen