Foto: Die Eulen Ludwigshafen

Das Hinrundenspiel haben die Eulen in guter Erinnerung: Das 27:25 (14:12) gegen TuS N-Lübbecke war der erste Sieg nach einer Serie von fünf Niederlagen. Es war der erste Sieg unter Regie von Trainer Michael Haaß. Vier Tage danach ersetzte Lübbecke Trainer Piotr Przybecki durch Davor Dominikovic. Die Situation der Eulen liest sich vor dem 28. Spieltag und dem Spiel am Freitag (20 Uhr) bei TuS N-Lübbecke ähnlich wie vor der Hinrunden-Begegnung. Wieder setzte es fünf Niederlagen in Folge.

Die Eulen, Tabellen-15. mit 18:36 Punkten, haben nur noch drei Punkte Vorsprung vor Abstiegsplatz 17. Dort rangiert TuSEM Essen, mit 15:39 Punkten gleichauf mit der HSG Krefeld Niederrhein auf dem 16. Platz. „Wir hängen unten drin. Das wird extrem schwierig“, sagt Haaß mit Blick auf die Partie in der Merkur Arena. Dyn überträgt – wie alle Spiele der 1. und 2. Handball-Bundesliga – live und auf Abruf. Schiedsrichter sind Christian und Fabian vom Dorff aus Kaarst.

Der Mehrwert-Schmitt

Die Abstiegszone beginnt bei Bayer Dormagen, das mit 20:34 Punkten auf Platz 13 steht. „Das wird ein Nervenkrieg“, fürchtet „Micha“ Haaß vor den letzten sechs Spieltagen. Die Eulen, vom Verletzungspech gebeutelt, gingen zuletzt daheim beim 24:35 gegen VfL Lübeck-Schwartau unter. „Einen Schuss vor den Bug“, nannte das der Trainer: „Die Zuschauer haben richtig Stimmung gemacht. Das hätte Spaß machen können. Wir haben aber zu keinem Zeitpunkt der Partie zu unserem Spiel gefunden.“

„Es gab ein paar Sekunden, wo uns der letzte Biss gefehlt hat. Wir müssen aufstehen“, fordert Haaß. Gegen Lübeck gab Friedrich Schmitt nach langer Pause und nur einer halben Trainingseinheit ein Kurz-Comeback. „Er ist ein Spieler, der uns getragen hat“, unterstreicht der Coach, wie wichtig ist, dass der 2,07-Mann schnell wieder in die Spur kommt. Den Mehrwert des 21-Jährigen belegen 96 Tore und 23 Assists in 19 Spielen.

Teamplayer Eisel quält sich

Dass die Eulen in dieser Saison eine Hiobsbotschaft nach der anderen ereilt hat Folgen, verdeutlicht Marc-Robin Eisel, der Spielmacher: „Es ist ein Teufelskreis. Wenn welche ausfallen, haben die anderen eine höhere Belastung. Durch die Ausfälle können wir auch nicht in der Form trainieren, wie wir das möchten.“ Eisel hat bisher alle Spiele bestritten, bei den 26 Einsätzen 126 Tore erzielt und 80 Assists verbucht. Er quält sich aber auch schon seit Wochen mit Verletzungen- im Dienst von Mannschaft und Verein. Dass Lübbecke zu einer wirklichen Herausforderung wird, ist Eisel klar. Nach fünf Siegen in Serie endete die Erfolgsserie beim 32:34 in Nordhorn. Da fehlten auf Seiten des TuS aber auch Kasper Haugen, Jo Gerrit Genz, Lutz Heiny und Sven Weßeling. „Lübbecke hat gerade in der Rückrunde gezeigt, welche Qualität sie im Kader haben“, unterstreicht Eisel den Respekt.

Die Stimme der Eulen gibt nie auf

Ein Faktor für die Mannschaft der Eulen bei den Heimspielen sind die Fans. Ein ganz wichtiger Faktor war und ist auch Thomas Stüber, der Hallensprecher. Seine sensationelle Fähigkeit, die Halle sozusagen am Leben zu halten, auch wenn das Spiel in eine völlig verkehrte Richtung läuft, lobte jüngst Ex-Eulen-Trainer Ben Matschke in Folge 17 des Eulen-Podcasts „Hebt Se“ ausdrücklich. Auch beim jüngsten 24:35 (10:16) gegen den VfL Lübeck-Schwartau beeindruckte „Stübi“ eindrucksvoll – 60 Minuten Power. Beispiel die 41. Minute: Robin Eisel trifft zum 14:22. Von Verkürzen kann keine Rede sein. O-Ton Stüber: „Weiter, immer weiter! Egal wie es steht – wir stehen hinter unseren Jungs!“

So ist er, der Thomas Stüber, der Journalist, der Radio-Mensch, der Studioleiter von RPR1.. Er ist die Stimme der Eulen. Unverwechselbar. Unkaputtbar. Nachhaltig. Das Unikat lebt die Eulen mit Leidenschaft am Mikrophon, auf der Tribüne und auf der Platte.

Cleanup Challenge am Samstag

„An die Picker. Fertig. Los!“ Dieser Losung gilt’s bei der Cleanup Challenge, dem Städte-Müll-Sammelwettbewerb der Schwesterstädte Mannheim und Ludwigshafen, am Samstag gerecht zu werden. In Mannheim wird die Challenge um 14 Uhr an den Rheinterrassen/Rheinpromenade im Lindenhof gestartet, in Ludwigshafen geht‘s zeitgleich an der Rheinschanzenpromenade (Gelbes Haus) los. Die abschließende After-Clean-Party steigt am Gelben Haus in Ludwigshafen und wird von den Hafenbetrieben Rheinland-Pfalz finanziert. 2024 gewann Ludwigshafen den Städtewettkampf, 2025 Mannheim. Mehr als 800 Kilogramm Müll wurden sowohl 2024 als auch 2025 in den zwei Stunden zusammen gerechnet auf Mannheimer und Ludwigshafener Seite gesammelt. Gewinner der Challenge ist die Stadt, die die meisten Müllsammler aktiviert.

„Der eigentliche Gewinner ist die Umwelt“, betont Uwe Franken, der „Macher“ der federführenden Rhein Clean Up-Organisation. Die Eulen sind wie in den Vorjahren unterstützend dabei und werden von Geschäftsführer Andreas Olbert angeführt.