Blaulicht

Falscher Bankmitarbeiter erbeutet rund 13.000 Euro in Mainz

Falscher Bankmitarbeiter erbeutet rund 13.000 Euro in Mainz
Betrüger haben einen Mann aus Mainz mit einer gefälschten E-Mail und einem anschließenden Telefonanruf um rund 13.000 Euro gebracht. Die Polizei warnt davor, Onlinebanking-Daten weiterzugeben oder Fremden Zugriff auf den eigenen Computer zu gewähren. Archivfoto: Mirco Metzler/Die Knipser

Ein Mann aus Mainz ist Opfer einer Betrugsmasche geworden, bei der sich Kriminelle als Mitarbeiter eines E-Mail-Anbieters und einer Bank ausgaben. Die Täter verschafften sich Zugriff auf seinen Computer und seine Onlinebanking-Daten. Insgesamt entstand ein finanzieller Schaden von rund 13.000 Euro. Die Mainzer Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Der Betrug begann am Samstag, 17. Oktober 2026, mit einer E-Mail, die angeblich vom E-Mail-Anbieter GMX stammte. Darin wurde der Mann aufgefordert, eine angegebene Telefonnummer anzurufen, da seine hinterlegten Kontaktdaten angeblich fehlerhaft seien.

Betrüger verschaffen sich Zugriff auf Computer

Im Verlauf des anschließenden Telefonats gab sich ein weiterer Täter als Bankmitarbeiter aus. Er behauptete, das Bankkonto des Mannes sei nicht ausreichend gesichert und müsse überprüft werden.

Unter diesem Vorwand brachte der Betrüger den Geschädigten dazu, seine Onlinebanking-Zugangsdaten preiszugeben und einen Fernzugriff auf seinen Computer zu ermöglichen. Zudem veranlasste er den Mann, Überweisungen mithilfe eines TAN-Generators freizugeben.

Auf diese Weise gelang es den Tätern, insgesamt rund 13.000 Euro auf fremde Konten zu überweisen.

Als der Mann misstrauisch wurde, kontaktierte er seine Bank und meldete den möglichen Betrug. Die Mainzer Kriminalpolizei hat daraufhin Ermittlungen aufgenommen.

Polizei warnt vor falschen Bankmitarbeitern

Die Polizei nimmt den Vorfall zum Anlass, erneut vor betrügerischen E-Mails und Telefonanrufen zu warnen. Besonders vorsichtig sollten Verbraucher sein, wenn sie unerwartet aufgefordert werden, eine Telefonnummer anzurufen oder persönliche Bankdaten weiterzugeben.

Zugangsdaten und TANs sollten niemals an Dritte übermittelt werden. Ebenso rät die Polizei davon ab, unbekannten Personen einen Fernzugriff auf den eigenen Computer zu ermöglichen.

Bei verdächtigen Anrufen sollten Betroffene das Gespräch sofort beenden und ihre Bank ausschließlich über die bekannten offiziellen Kontaktdaten kontaktieren.

Wer einen Betrug vermutet, sollte umgehend seine Bank informieren, gegebenenfalls den Zugang zum Onlinebanking sperren lassen und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Polizeipräsidium Mainz