Drei Vegetations- und Böschungsbrände innerhalb weniger Stunden hielten am Dienstag die Berufsfeuerwehr Worms sowie mehrere Freiwillige Feuerwehren im Dauereinsatz. Trockenheit und Wind erschwerten die Löscharbeiten erheblich. Foto: Mirko Müller/Die Knipser
Ein arbeitsreicher Dienstag 07.07.2026 liegt hinter den Feuerwehren aus Worms und der Region. Innerhalb weniger Stunden mussten die Einsatzkräfte gleich zu drei verschiedenen Vegetations- und Böschungsbränden ausrücken. Hohe Temperaturen, trockene Vegetation und teils kräftiger Wind erschwerten die Löscharbeiten erheblich.
Der erste Alarm ging bereits zur Mittagszeit ein. Am Rheindamm auf Höhe von Bobenheim-Roxheim war ein größerer Böschungsbrand ausgebrochen. Aufgrund des starken Windes breiteten sich die Flammen rasch entlang der Böschung aus und erreichten eine Länge von mehreren hundert Metern. Zeitweise bestand die Gefahr, dass das Feuer auf ein angrenzendes Waldgebiet übergreifen könnte. Gemeinsam mit den örtlichen Feuerwehren gelang es den Einsatzkräften, den Brand unter Kontrolle zu bringen und anschließend durch umfangreiche Nachlöscharbeiten vollständig abzulöschen.
Während die Löscharbeiten dort noch andauerten, wurde die Feuerwehr gegen 16 Uhr zu einem weiteren Einsatz alarmiert. An der Bahnstrecke zwischen Worms und Biblis war im Bereich der Eisenbahnbrücke ein weiterer Böschungsbrand ausgebrochen. Das Feuer breitete sich an einer steilen Böschung schnell aus und erfasste eine Fläche von rund 2.500 Quadratmetern. Zusätzlich erschwerten brennende Bäume den Einsatz.
Zur Unterstützung rückten neben der Berufsfeuerwehr mehrere Freiwillige Feuerwehren aus den Wormser Stadtteilen an. Während der Löscharbeiten mussten sowohl die Bahnstrecke als auch die darunter verlaufende Hafenbahn vorübergehend vollständig gesperrt werden. Erst nach mehreren Stunden konnte auch dieser Einsatz beendet werden.
Doch damit war der Einsatztag noch nicht vorbei. Nahezu zeitgleich wurden Kräfte der Berufsfeuerwehr zu einem kleineren Vegetationsbrand auf der Bundesstraße 9 in Fahrtrichtung Ludwigshafen gerufen. Dort hatte sich der Mittelstreifen auf einer Länge von wenigen Metern entzündet. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, bevor es sich weiter ausbreitete.
Die zahlreichen Einsätze verdeutlichen erneut die derzeit hohe Wald- und Flächenbrandgefahr. Bereits kleine Zündquellen können bei trockener Vegetation und Wind ausreichen, um innerhalb kürzester Zeit größere Brände auszulösen. Die Feuerwehr appelliert deshalb an die Bevölkerung, insbesondere in der aktuellen Wetterlage äußerst vorsichtig zu sein und offene Flammen sowie das achtlose Wegwerfen von Zigaretten zu vermeiden.
Text: VM/Redaktion Die Knipser






























