Beim Jahresempfang der Feuerwehr Worms standen in der Hauptfeuerwache nicht die Einsätze, sondern die Kameradschaft, Ehrungen und das Engagement der Einsatzkräfte im Mittelpunkt. Fotos: Mirko Müller/Die Knipser

Wenn in der Hauptfeuerwache die Einsatzfahrzeuge für einen Abend in den Hintergrund rücken, steht ein besonderer Termin im Kalender der Wormser Feuerwehr an: der Jahresempfang. Ein Anlass, bei dem nicht Einsätze, sondern die Menschen dahinter im Mittelpunkt stehen.

Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie vielfältig und fordernd der Feuerwehralltag in Worms ist. Insgesamt 1348 Einsätze bewältigten die Kräfte im Jahr 2025. Darunter prägende Ereignisse wie ein Wohnungsbrand in der Liebenauer Straße, bei dem Bewohner über Drehleitern gerettet wurden, ein brennender Reisebus in der Petrus-Dorn-Straße sowie ein Unwetter im Mai, das innerhalb kurzer Zeit 82 Notrufe auslöste. Besonders herausfordernd war ein Hallenbrand in der Hafenstraße, der sich über mehrere Tage hinzog und zahlreiche Einsatzkräfte band.

Beim Jahresempfang selbst rücken diese Einsätze jedoch in den Hintergrund. In den Fahrzeughallen entsteht Raum für Begegnung, Austausch und Anerkennung. Ehrungen, Ernennungen und Bestellungen prägen das Programm und machen deutlich, wie eng Zusammenhalt und Engagement in der Feuerwehr miteinander verbunden sind.

Zum Jahresende 2025 zählte die Wormser Feuerwehr insgesamt 603 Angehörige. Davon stehen 355 aktiv im Einsatzdienst, verteilt auf die Berufsfeuerwehr und sieben Freiwillige Einheiten. Auch der Nachwuchs ist stark vertreten: 92 Mitglieder engagieren sich in den Jugendfeuerwehren, weitere 47 Kinder gehören den Bambinigruppen an.

Ein wichtiger Meilenstein im vergangenen Jahr war die Erweiterung der technischen Ausstattung. Insgesamt 13 neue Einsatzfahrzeuge wurden in Dienst gestellt – ein Prozess, der sich über mehrere Jahre von der Planung bis zur Auslieferung erstreckt. Die neuen Fahrzeuge stärken die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr nachhaltig.

Neben aktiven Kräften wurde auch langjähriges Engagement gewürdigt. Besonders hervorgehoben wurde ein Feuerwehrmann, der über Jahrzehnte hinweg im Einsatz war und sich weit über das übliche Maß hinaus engagierte. Nach nahezu 50 Jahren im Dienst wurde er in die Alters- und Ehrenabteilung verabschiedet.

Der Jahresempfang macht einmal mehr deutlich: Die Feuerwehr ist nicht nur eine Organisation für den Ernstfall, sondern eine Gemeinschaft, die von Einsatzbereitschaft, Verantwortung und starkem Zusammenhalt geprägt ist.

Text: SPP/Redaktion Die Knipser