Flossen weg! – Klare Kante für mehr Respekt im Freibad

Verbandsgemeinde Wörrstadt setzt mit kreisweiter Kampagne ein Zeichen gegen sexualisierte Belästigung und Grenzüberschreitungen
Sommer, Sonne, Freibad – und vor allem: ein Ort, an dem sich alle sicher und wohlfühlen sollen. Genau dafür setzt die Verbandsgemeinde Wörrstadt in diesem Sommer ein klares Zeichen. Mit der Kampagne „Flossen weg!“ macht sie gemeinsam mit den Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Alzey-Worms und dem Warbede Frauennotruf Alzey auf sexualisierte Belästigung, Grenzüberschreitungen und respektvolles Verhalten aufmerksam.
Zum Auftakt der Kampagne stellten Bürgermeister Markus Conrad und die Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Angela Deininger die Aktion im Neubornbad vor. Plakate und Flyer informieren dort Badegäste über persönliche Grenzen, respektvollen Umgang und mögliche Hilfsangebote. Gleichzeitig wurden die Mitarbeitenden des Neubornbads für den sensiblen und aufmerksamen Umgang mit entsprechenden Situationen geschult.
„Unser Neubornbad soll ein Ort sein, an dem sich alle Menschen willkommen und sicher fühlen. Mit der Kampagne machen wir deutlich: Sexualisierte Belästigung und Grenzüberschreitungen haben bei uns keinen Platz. Gleichzeitig möchten wir Betroffene ermutigen, sich Hilfe zu holen, und zeigen, dass unser Personal aufmerksam und ansprechbar ist“, betont Bürgermeister Markus Conrad.
Gerade in der Freibadsaison treffen auf engem Raum Menschen unterschiedlichsten Alters und mit unterschiedlichen Bedürfnissen aufeinander. Was für den einen vielleicht als vermeintlicher Spaß beginnt, kann für andere längst eine klare Grenzüberschreitung sein. „Flossen weg!“ setzt deshalb bewusst auf Aufklärung und Sensibilisierung: Grenzen sind persönlich – und sie gelten immer.
„Die Kampagne schafft Aufmerksamkeit für ein wichtiges Thema und trägt dazu bei, dass Grenzverletzungen erkannt, ernst genommen und Betroffene unterstützt werden“, erklärt Gleichstellungsbeauftragte Angela Deininger. Entscheidend sei, hinzuschauen, aufmerksam zu sein und Betroffene nicht allein zu lassen.
Die Kampagne „Flossen weg!“ wurde von den Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Alzey-Worms gemeinsam mit dem Warbede Frauennotruf Alzey initiiert. Sie wird in den Schwimmbädern des Landkreises umgesetzt. Ziel ist es, das Bewusstsein für einen respektvollen Umgang miteinander zu stärken, Grenzüberschreitungen sichtbar zu machen und einen sicheren Freibadbesuch für alle zu ermöglichen.
Denn im Freibad gilt: Abkühlung ja – Übergriffe nein. Flossen weg!
Text: ML/Redaktion Die Knipser · Quelle: VG Wörrstadt
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