Rund 250 Menschen beteiligten sich am Gegenprotest gegen eine rechtsextreme Mahnwache am Wormser Hauptbahnhof. Die Polizei trennte beide Versammlungen, der Einsatz verlief friedlich. Fotos: Mirco Metzler/Die Knipser
Am Samstag, 21. Februar 2026, kam es am St.-Albans-Platz vor dem Wormser Hauptbahnhof zu zwei angemeldeten Versammlungen. Eine stationäre Kundgebung aus dem rechtsextremen Spektrum traf dabei auf eine deutlich größere Gegenveranstaltung aus der Zivilgesellschaft.
Nach Angaben der Polizei Worms nahmen an der rechten Mahnwache 19 Personen teil. Der Gegenkundgebung schlossen sich rund 250 Menschen an. Beide Veranstaltungen waren für den Zeitraum zwischen 15.30 Uhr und 18 Uhr angemeldet und fanden unter polizeilicher Begleitung statt. Ziel des Einsatzes war es, die Ausübung der Versammlungsfreiheit zu gewährleisten und ein störungsfreies Nebeneinander beider Gruppen sicherzustellen. Die Polizei trennte die Versammlungen räumlich durch Absperrungen. Der Einsatz verlief friedlich und auflagenkonform und konnte gegen 17.45 Uhr beendet werden.
Der 21. Februar ist in Worms ein historisch bedeutsames Datum. Am Abend des 21. Februar 1945 wurde die Stadt bei einem schweren Luftangriff weitgehend zerstört. Hunderte Menschen kamen ums Leben, große Teile der Innenstadt lagen in Trümmern. Seit Jahren nutzen rechtsextreme Gruppen diesen Jahrestag für eigene Aktionen, während zahlreiche Bürgerinnen und Bürger dem mit Protesten entgegentreten.
Auch in diesem Jahr versammelten sich viele Menschen trotz kalter Temperaturen und Regen, um ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und für Demokratie zu setzen. Mit Transparenten, Bannern und Sprechchören machten sie deutlich, dass sie neonazistische Propaganda im öffentlichen Raum nicht unwidersprochen lassen wollen.
Text: LC/Redaktion Die Knipser





























