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Glasfaser-Ausbau geplatzt: Stadt Alzey gibt Heimersheim und Schafhausen nicht auf

Glasfaser-Ausbau geplatzt: Stadt Alzey gibt Heimersheim und Schafhausen nicht auf
Bürgermeister Steffen Jung will trotz des Rückzugs der Deutschen Glasfaser weiter für schnelles Internet in Heimersheim und Schafhausen kämpfen und nun selbst neue Anbieter für einen möglichen Glasfaserausbau ansprechen. Archivfoto: Mirco Metzler/Die Knipser

Die Hoffnung auf schnelles Internet per Glasfaser in Heimersheim und Schafhausen ist vorerst enttäuscht: Nachdem die Nachfragebündelung abgeschlossen und zunächst ein positives Signal für den Ausbau gegeben worden war, hat die Deutsche Glasfaser das Projekt nun zurückgezogen.

Als Grund nennt das Unternehmen die derzeit schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Die zu erwartenden Kosten lägen deutlich über der ursprünglichen Kalkulationsgrundlage. Ein eigenwirtschaftlicher Ausbau sei deshalb nicht mehr darstellbar.

Für die Bürgerinnen und Bürger, die im Rahmen der Nachfragebündelung bereits Verträge abgeschlossen haben, soll daraus kein Nachteil entstehen. Deutsche Glasfaser wird die Betroffenen direkt informieren. Verpflichtungen gegenüber dem Unternehmen entstehen ihnen nach Angaben der Deutschen Glasfaser nicht.

Stadt will jetzt selbst aktiv werden

Bürgermeister Steffen Jung bedauert die Entscheidung – sieht aber gleichzeitig einen klaren Auftrag für die Stadt.

„Der Rückzug der Deutschen Glasfaser vom Netzausbau in Heimersheim und Schafhausen ist natürlich keine gute Nachricht. Weder für die Bürgerinnen und Bürger, die sich auf einen schnellen Glasfaseranschluss gefreut haben, noch für uns als Stadt.“

Besonders ärgerlich sei, dass die Nachfragebündelung das große Interesse vor Ort deutlich gemacht habe. „Der Ausbau kommt aber dennoch nicht zustande.“

Aufgeben will die Stadt deshalb nicht. Im Gegenteil: Sie will nun selbst auf mögliche Partner zugehen.

„Wir werden jetzt die Initiative ergreifen und Glasfaseranbieter kontaktieren“, kündigt Jung an. „Unser Ziel ist es, Unternehmen zu finden, die bereit sind, den eigenwirtschaftlichen Ausbau in Heimersheim und Schafhausen zu prüfen, damit das schnelle Internet auch dort endlich Einzug hält.“

Schwierige Lage beim Glasfaserausbau

Der Rückzug ist dabei kein isolierter Einzelfall. Bundesweit werden Glasfaserprojekte angesichts gestiegener Baukosten, Materialpreise und schwieriger Finanzierungsbedingungen neu bewertet, verschoben oder aufgegeben.

Für Heimersheim und Schafhausen bedeutet die aktuelle Entscheidung daher zunächst: Kein Glasfaserausbau durch Deutsche Glasfaser. Gleichzeitig will die Stadt die Suche nach einer Alternative unmittelbar starten.

Sobald konkrete Rückmeldungen potenzieller Anbieter vorliegen, sollen die Bürgerinnen und Bürger der beiden Stadtteile über die weiteren Schritte informiert werden.

Text: ML/Redaktion Die Knipser · Quelle: Stadtverwaltung Alzey

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