Grüne fordern landesweit einheitliches Schüler-Deutschlandticket ab 2027

Die Grünen in Worms unterstützen einen offenen Brief an die rheinland-pfälzische Landesregierung und fordern eine landesweit einheitliche Lösung für das Deutschlandticket von Schüler*innen. Ab 2027 soll das Ticket für anspruchsberechtigte Schülerinnen und Schüler kilometerunabhängig und dauerhaft vom Land finanziert werden – auch während der Schulferien.
Hintergrund ist nach Angaben der Grünen die derzeit unterschiedliche Regelung in den Kommunen. Ob Schülerinnen und Schüler ihr Deutschlandticket auch in den Ferien nutzen können, hängt bislang unter anderem vom Wohnort und von der finanziellen Situation der jeweiligen Kommune ab. Die Grünen kritisieren diese Unterschiede als sozial ungerecht.
Kommunen sollen nicht über Mobilität entscheiden müssen
Der offene Brief richtet sich an Ministerpräsident Gordon Schnieder und Finanzministerin Doris Ahnen. Die Landesregierung wird darin aufgefordert, gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden eine verlässliche und einheitliche Regelung für ganz Rheinland-Pfalz zu schaffen.
Julian Harm, Vorstandsvorsitzender der Wormser Grünen, erklärt: „Wir unterstützen den offenen Brief, weil in unserer Kommune die Folgen der unzureichenden Finanzierung im Juli unmittelbar spürbar wurden. Die Entscheidung darüber, ob Kindern und Jugendlichen ein Deutschlandticket in den Sommerferien zur Verfügung steht, darf nicht davon abhängen, wie angespannt ein kommunaler Haushalt gerade ist. Diese Verantwortung muss das Land tragen.“
Die Grünen fordern konkret die Umsetzung des angekündigten kilometerunabhängigen Deutschlandtickets für anspruchsberechtigte Schüler*innen in Rheinland-Pfalz. Zudem soll das Land ab 2027 eine dauerhaft finanzierte Lösung schaffen, die auch die Ferienzeiten einschließt.
Darüber hinaus sprechen sich die Grünen für eine nachhaltige Stärkung der kommunalen Finanzen aus. Städte und Landkreise müssten ihre Aufgaben erfüllen können, ohne wichtige Leistungen gegeneinander abwägen zu müssen.
Mehr Chancengleichheit und bessere Mobilität
Auch die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz, Carolin Cloos, unterstützt die Forderung nach einer einheitlichen Regelung.
„Junge Menschen brauchen eine verlässliche Mobilität – für den Schulweg genauso wie für Ausbildung, Freizeit und Ehrenamt. Wer den öffentlichen Nahverkehr attraktiv machen will, darf gerade bei Kindern und Jugendlichen nicht sparen. Eine landesweit einheitliche Lösung ist deshalb ein wichtiger Baustein für mehr Chancengleichheit und für eine erfolgreiche Verkehrswende.“
Mit ihrer Unterstützung des offenen Briefes wollen die unterzeichnenden Kreisverbände den Druck auf die Landesregierung erhöhen. Ziel ist eine Lösung, die für Schülerinnen und Schüler unabhängig vom Wohnort gilt und ihnen auch in den Ferien eine verlässliche Nutzung des Deutschlandtickets ermöglicht.
Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Bündnis 90/ Die Grünen Worms
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