Fotos: HMLU

Mit regionaler Kulinarik, handwerklicher Tradition und innovativen Konzepten präsentiert sich Hessen auf der Grünen Woche 2026 in Berlin. Die internationale Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen und findet vom 16. bis 25. Januar statt. Zum Auftakt eröffnete Hessens Landwirtschaftsminister Ingmar Jung die Hessenhalle in Halle 6.2.a.

Gemeinsam mit den Staatssekretären Daniel Köfer und Michael Ruhl besuchte Jung zahlreiche hessische Ausstellerinnen und Aussteller. Beim traditionellen Messerundgang informierte sich die Delegation über die Qualität regionaler Produkte und die Leistungsfähigkeit der hessischen Land- und Ernährungswirtschaft. Die Hessenhalle präsentiert sich dabei als kulinarisches Aushängeschild des Landes – von Klassikern wie Grüner Soße, Apfelwein und der Nordhessischen Ahlen Wurst (g.g.A.) bis hin zu modernen Interpretationen regionaler Küche und innovativen Produktionskonzepten.

„Die Grüne Woche ist der zentrale Treffpunkt für Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Räume. Hessen zeigt hier eindrucksvoll, wie traditionsbewusst und zugleich zukunftsorientiert unsere Betriebe arbeiten“, betonte Minister Jung. Die Aussteller überzeugten durch Vielfalt, Qualität und Engagement und seien wichtige Botschafter für hessische Erzeugnisse.

Neben kulinarischen Eindrücken nutzten Jung, Köfer und Ruhl die Messe für Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden. Thematisiert wurden aktuelle Herausforderungen der Branche, darunter Tiergesundheit, Klimaanpassung, Wertschöpfung, Nachwuchsgewinnung und Ernährungssicherung.

Ein Beispiel für die Verbindung von Tradition und Zukunftsorientierung ist die Fleischerei Kohl-Kramer aus Borken-Trockenerfurt. Der Familienbetrieb präsentiert in der Hessenhalle seine mehrfach ausgezeichnete Nordhessische Ahle Wurst (g.g.A.) und feiert zugleich sein 100-jähriges Bestehen. Bereits in vierter Generation geführt, engagiert sich der Betrieb für Nachhaltigkeit, Regionalität und den Erhalt handwerklicher Strukturen. Mit dem Einstieg der nächsten Generation steht auch die Nachwuchsförderung im Fokus.

Insgesamt stellen 2026 zahlreiche hessische Betriebe in der Hessenhalle aus, darunter die Kelterei Walther aus Bruchköbel, die Upländer Bauernmolkerei, Griesels Milchhof aus Gudensberg, der Franzehof Mauswinkel aus Birstein, Hof BodenGut aus Gernsheim, die Brennerei Henrich aus Kriftel, die Odenwälder Winzergenossenschaft „vinum autmundis“, Kloster Eberbach aus dem Rheingau, die Markthalle Werra-Meißner sowie Octobräu.

Höhepunkt des Messeauftritts war erneut der traditionelle Hessenabend am Freitag. In entspannter Atmosphäre trafen sich Aussteller sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verbänden zum Austausch. Auch Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer besuchte den Hessenabend und lobte die Hessenhalle. In seiner Rede hob er die gute Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern hervor und betonte die Bedeutung eines selbstbewussten Auftretens deutscher Erzeugnisse, insbesondere im Weinbau. Für die musikalische Begleitung sorgte die Urban Club Band aus Frankfurt.

Die Grüne Woche wurde erstmals 1926 veranstaltet und gilt heute als weltweit bedeutendste Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Zum 100-jährigen Jubiläum erwarten die Veranstalter erneut mehrere hunderttausend Besucherinnen und Besucher aus aller Welt.