Das 2,1 Zentimeter große Glasfigürchen „Kelti“ aus einem keltischen Brandgrab steht im Mittelpunkt des nächsten Museumsnachtischs im Museum Alzey. Die seltene Grabbeigabe wurde 1951 bei Ausgrabungen in Wallertheim entdeckt. Foto:Museum Alzey
Ein nur 2,1 Zentimeter großes Glashündchen steht im Mittelpunkt des nächsten „Museumsnachtischs“ im Museum Alzey. Unter dem Titel „Hier lag der Hund begraben“ widmet sich die Veranstaltung am 11. August 2026 dem Wallertheimer Maskottchen „Kelti“, das vor 75 Jahren bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt wurde.
Das kleine Glasfigürchen stammt aus einem Brandgrab aus der Latène-Zeit und wurde 1951 gefunden. Anlässlich des Jubiläumsjahres zeigt das Museum Alzey die bedeutenden Beigaben aus dem sogenannten „Brandgrab 31“ erstmals seit langer Zeit wieder gemeinsam.
Neben dem einzigartigen Glasfigürchen gehören auch ein punziertes Eisenschwert, hochwertige Keramikgefäße und weitere Grabbeigaben zu den ausgestellten Fundstücken. Die Objekte geben Hinweise darauf, dass es sich bei dem Bestatteten um einen keltischen Krieger handelte, der selbst oder dessen Familie eine besondere gesellschaftliche Stellung innehatte.
Nach einer kurzen Einführung in die Fundgeschichte besteht Gelegenheit, über die archäologischen Funde ins Gespräch zu kommen und die ausgestellten Stücke aus nächster Nähe zu betrachten.
Beim „Museumsnachtisch“ präsentieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums jeweils an einem Dienstag im Monat in der Mittagspause ausgewählte kultur- und naturgeschichtliche Objekte aus den Sammlungen. Das Angebot richtet sich an alle, die sich in rund 20 Minuten eine Portion Geschichte und Wissen gönnen möchten.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, 11. August 2026, von 13.00 bis 13.20 Uhr im Museum Alzey statt. Der Eintritt ist kostenlos. Das Museum ist barrierefrei zugänglich.
Text: ML/Redaktion Die Knipser/Museum Alzey



























