(V.l.n.r.) Dr. Jörg Koch, Stadtarchivleiter Prof. Dr. Gerold Bönnen, Renate Bayer, Bildungsdezernent Waldemar Herder und Musikschulleiter Wolfgang Neidhöfer bei der Übergabe des Teilnachlasses von Henny Trundt am 15. Januar 2026. Fotos: Stadt Worms
Der Kammermusiksaal der Lucie Kölsch-Musikschule Worms wird künftig historischen Musikerinnen und Musikern aus Worms gewidmet. In dem Saal sind nun Portraits mit biographischen Angaben der Geehrten zu sehen, die in der Stadt geboren wurden oder hier wirkten.
Zu den Ehrungen gehören:
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Henny Trundt (1897–1998) – Opernsängerin: Sie debütierte 1919 in Mainz, wirkte unter anderem in Köln und Frankfurt und gastierte international, unter anderem in Bayreuth, Paris und Mailand. Bedeutende Rollen waren Brünnhilde, Isolde und Kundry.
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Rudi Stephan (1887–1915) – Komponist: Aufgewachsen in Worms, präsentierte er ab 1911 seine ersten Werke in Frankfurt und München. Sein Œuvre liegt zwischen Spätromantik und Moderne. Bekannt ist unter anderem die posthum uraufgeführte Oper „Die ersten Menschen“.
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Manfred Heyl (1908–2001) – Komponist und Pädagoge: Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft arbeitete Heyl ab 1946 als Lehrer an der Jugendmusikschule in Worms. Er hinterließ ein umfangreiches Werk, das nahezu alle Gattungen der Instrumental- und Vokalmusik umfasst.
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Friedrich Gernsheim (1839–1916) – Komponist und Pianist: Studierte in Leipzig und Paris, wirkte als Pianist, Dirigent und Lehrer, unterrichtete u. a. Johannes Brahms und leitete ab 1892 das Sternsche Konservatorium in Berlin. Sein Werk umfasst Sinfonien, Kammermusik, Klavierstücke und Chorwerke.
Auslöser der Aktion war die Übergabe eines Teilnachlasses von Henny Trundt durch die Wormserin Renate Bayer an die Lucie Kölsch-Musikschule und das Stadtarchiv Worms im Januar 2026. Die Einrichtung möchte mit der Ehrung die Erinnerung an die bedeutenden Musikerinnen und Musiker der Stadt wachhalten und die musikalische Tradition Worms sichtbar machen.






























