Wer online nach einem Nachsendeauftrag sucht, landet oft auf täuschend echt wirkenden Drittanbieter-Seiten – deutlich teurer als der offizielle Service der Deutschen Post. Polizei und Verbraucherzentrale warnen vor der Kostenfalle. Foto: Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz

Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnen gemeinsam vor überteuerten Angeboten sogenannter Drittanbieter im Internet. Besonders betroffen ist dabei der digitale Nachsendeauftrag für Post nach einem Umzug.

In den vergangenen Monaten kam es in Rheinland-Pfalz vermehrt zu Strafanzeigen, nachdem Verbraucherinnen und Verbraucher über Suchmaschinen auf kostenpflichtige Vermittlungsseiten hereingefallen waren. Diese Seiten sind häufig so gestaltet, dass sie optisch an offizielle Angebote erinnern und den Eindruck eines Services der Deutsche Post vermitteln.

Tatsächlich handelt es sich jedoch nicht um offizielle Angebote, sondern um private Vermittlungsdienste. Diese leiten den Auftrag lediglich weiter, verlangen dafür jedoch deutlich überhöhte Gebühren. Während der offizielle Nachsendeauftrag der Deutschen Post aktuell bei rund 31,90 Euro für sechs Monate liegt, verlangen Drittanbieter teilweise mehr als 100 Euro für denselben Zeitraum.

Nach Angaben der Deutschen Post werden jährlich hunderttausende Nachsendeaufträge über solche Anbieter abgeschlossen. Eine Kooperation mit diesen Unternehmen besteht nicht.

So schützen Sie sich:

Die Behörden empfehlen, besonders aufmerksam zu sein und folgende Hinweise zu beachten:

  • Nachsendeaufträge ausschließlich über die offizielle Website der Deutschen Post beantragen
  • Internetadressen genau prüfen und auf die korrekte Domain achten
  • Preise vor Abschluss vergleichen
  • Impressum und Anbieterinformationen sorgfältig lesen
  • Vorsicht bei professionell gestalteten Seiten mit „Post-ähnlichem“ Design

Sollte es bereits zu einem ungewollten Vertragsabschluss gekommen sein, raten Verbraucherzentralen dazu, den Fall zeitnah prüfen zu lassen, da unter Umständen rechtliche Schritte möglich sind.

Weitere Informationen bietet die Verbraucherzentrale unter:
Informationen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Wer den Verdacht hat, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, kann zudem Anzeige bei der Polizei erstatten – auch online:
Onlinewache der Polizei

Text: SSP/Redaktion Die Knipser/Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz