Im Austausch über die Zukunft der Kulturarbeit in Worms: Landtagsabgeordneter Dirk Beyer (Mitte) mit den Kulturkoordinatoren der Stadt Worms, Lena Berkler und Dr. David Maier. Foto: Büro Dirk Beyer

Die Zukunft der Kulturarbeit, der Erhalt historischer Orte und die bessere Sichtbarkeit des kulturellen Erbes standen im Mittelpunkt eines Austauschs zwischen dem Landtagsabgeordneten Dirk Beyer sowie Dr. David Maier und Lena Berkler von der Wormser Kulturkoordination.

Bei dem Gespräch ging es unter anderem um die geplante Nutzung des Herrnsheimer Schlosses nach der Sanierung. Für die erste Bauphase stellt das Land Rheinland-Pfalz rund eine Million Euro zur Verfügung. Ziel ist es, das historische Gebäude schrittweise zu erhalten und künftig wieder stärker für die Bürgerinnen und Bürger zugänglich zu machen.

„Das Herrnsheimer Schloss ist ein wichtiger Teil unserer kulturellen Identität. Ich freue mich, dass das Land mit seiner Förderung dazu beiträgt, dieses besondere Zeugnis unserer Geschichte zu erhalten und künftig wieder stärker mit Leben zu füllen“, erklärte Dirk Beyer.

SchUM-Erbe und digitale Kulturangebote im Mittelpunkt

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war der aktuelle Stand der geplanten SchUM-Begegnungsstätte. Als eine der drei SchUM-Städte trägt Worms eine besondere Verantwortung für die Vermittlung des jüdischen Erbes. Beyer betonte die Bedeutung eines solchen Ortes für Bildung, Austausch und Erinnerung.

Auch das Landesprojekt „KuLaDig“ wurde thematisiert. Das digitale Kultur- und Landschaftsinformationssystem soll besondere historische Orte sichtbar machen. Nach Ansicht von Beyer müsse Worms mit seiner herausragenden Geschichte darin künftig stärker vertreten sein.

„Es darf nicht sein, dass eine Stadt mit einer solchen historischen Bedeutung in einem landesweiten Kulturangebot noch als weißer Fleck erscheint. Worms hat viel zu erzählen – dafür möchte ich mich einsetzen und die Sichtbarkeit unserer kulturellen Schätze erhöhen“, sagte der Landtagsabgeordnete.

Kultur soll im Alltag erlebbar werden

Darüber hinaus sprachen die Beteiligten über die geplante Kunstinstallation in der Spiegelgasse, die im Rahmen des Förderprogramms Innenstadtimpulse umgesetzt werden soll.

„Kultur findet nicht nur in Museen und Veranstaltungsräumen statt, sondern auch mitten im Alltag der Menschen. Solche Projekte machen Geschichte und Kultur unmittelbar erlebbar“, erklärte Beyer.

Zum Abschluss bedankte sich der Landtagsabgeordnete bei Dr. David Maier und Lena Berkler für den Austausch und die Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der Kulturkoordination.

„Worms verfügt über ein außergewöhnliches kulturelles Fundament. Der Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort hilft mir, die Themen aufzunehmen und die Interessen unserer Stadt auch auf Landesebene zu vertreten“, so Beyer abschließend.

Text: LC/Redaktion Die Knipser/Büro Dirk Beyer