Foto: Familie Nguyen

Musikhase Linus erlebte mit seinen jungen Mitreisenden am vergangenen Wochenende ein fantasievolles Abenteuer. In der voll besetzten Aula des Eleonoren‑Gymnasiums präsentierten die Abschlussgruppen der Musikalischen Früherziehung der Lucie‑Kölsch‑Musikschule gemeinsam mit dem Blockflötenensemble „Pfifferario“ eine ebenso liebevoll erzählte wie schwungvoll musizierte Geschichte rund um den kleinen Hasen Linus, der von einer Reise um die Welt träumt.

Eingerahmt von kurzen Texten entwickelten die Vorschulkinder eine Folge abwechslungsreicher musikalischer Bilder: Von Blockflötenklängen zu Beginn über das gemeinsame Anfangslied „Eine Reise um die Welt“ und den immer wiederkehrenden Refrain „Linus hat das Reisefieber“ bis zum Schlusslied „Linus‘ Traumreise ist jetzt aus“ spannte sich ein roter Faden durch das Programm, der die jungen Akteure hör‑ und sichtbar mitriss.

Die Traumreise führte Linus und sein Publikum durch vier sehr unterschiedliche Schauplätze: Zunächst ging es in die Berge, wo „Schneeglöckli lüt“ im Schweizerdeutsch mit Glockenbegleitung für Frühlingsstimmung sorgte. Es folgte ein Abstecher in den amerikanischen Westen zur Zeit der indigenen Bevölkerung mit eindrucksvoll rhythmischen Klängen. Danach wurde es heiß in der Wüste, wo der Wüstenfuchs zu Hause ist; „Schleicht ein Fuchs durch unseren Garten“ brachte die Stimmung musikalisch zum Ausdruck. Schließlich versetzte im Dschungel ein Leopard ein kleines Äffchen in Schrecken – wunderbar gruselig mit dem Rhythmical „Der Leopard“ in Szene gesetzt. Jede Station wurde durch einen passenden Tanz ergänzt und mit dem gemeinsam vorgetragenen Refrain „Linus hat das Reisefieber“ eingerahmt.

Es zeigte sich besonders deutlich, wie viel in den vergangenen Wochen im Unterricht erarbeitet wurde. Aus eingeübten Liedern und Tänzen der einzelnen Gruppen entstand in nur zwei gemeinsamen Proben eine kleine, aber bühnenreife Geschichte. Dabei verschmolzen Musik, Bewegung, Kostüme und Kulisse zu einem stimmigen Ganzen. Zu diesem gelungenen Gesamteindruck trugen Lea Böhmer, die Linus mit viel Charme und Spielfreude auf der Bühne verkörperte und durch die Szenen führte, sowie die einfühlsame Klavierbegleitung durch Philip Weyand bei.

Erzählerin Christina Mühleck band im Kostüm einer Stewardess das Publikum mit kurzen Zwischentexten in die Handlung ein, während die Technik‑AG des Eleonoren‑Gymnasiums für Licht und Ton sorgte. Ideengeberin und Motor des Projekts war Fachlehrerin Susanne Müller, die nicht nur Kostüme, Kulisse, Texte und Lieder verantwortete, sondern auch die Gesamtleitung innehatte und damit eindrucksvoll zeigte, welches kreative Potenzial in der frühen musikalischen Bildung steckt.

Am Ende spendeten die zahlreichen kleinen und großen Zuschauer langanhaltenden Applaus und bedankten sich damit bei allen Mitwirkenden.