Der Einhub der Elemente des Überbaus bei der neuen Pfrimmbrücke in Pfeddersheim. Foto: Stadt Worms

Beim Neubau der Pfrimmbrücke in der Nieder-Flörsheimer-Straße ist ein wichtiger Bauabschnitt abgeschlossen: Der Brückenüberbau wurde erfolgreich eingehoben. Damit nimmt das neue Bauwerk sichtbar Form an und die umfassende Erneuerung der wichtigen Verkehrsverbindung schreitet weiter voran.

Die beiden Brückenwiderlager auf der Nord- und Südseite sind inzwischen fertiggestellt. Anschließend wurden die Spannbetonfertigteile für den Überbau mit einem 400-Tonnen-Autokran präzise eingesetzt. Die Mittelteile bringen jeweils rund 21 Tonnen auf die Waage, die Randfertigteile wiegen etwa 32 Tonnen. Produziert wurden die Bauelemente in einem Fertigteilwerk bei Nürnberg.

Die Fertigteile übernehmen künftig die Funktion einer Schalung für den eigentlichen Überbau. Ergänzt werden sie anschließend durch Ortbeton und Bewehrung. Dieses moderne Bauverfahren macht ein aufwendiges Traggerüst über der Pfrimm sowie eine zusätzliche Überbauschalung überflüssig. Dadurch können Bauzeit und Kosten reduziert werden.

Die neue Brücke steht auf insgesamt 14 Bohrpfählen. Jeder einzelne Pfahl hat einen Durchmesser von 1,20 Metern und reicht etwa zehn Meter tief in den Untergrund. Das neue Bauwerk ist 14,90 Meter lang und 11,50 Meter breit. Die entstehende Brückenfläche beträgt rund 170 Quadratmeter.

Ausgelegt ist die neue Pfrimmbrücke für moderne Verkehrsanforderungen und Schwerlastverkehr bis zu einem Gesamtgewicht von 60 Tonnen. Insgesamt werden rund 90 Tonnen Beton- und Spannstahl verbaut. Für die Bauarbeiten müssen etwa 1.020 Kubikmeter Erde bewegt werden.

Parallel zum Brückenneubau wird auch der angrenzende Straßenabschnitt zwischen Kurt-Schumacher-Straße und der Straße „Am Schwimmbad“ erneuert. Neue Gehwege auf beiden Seiten sollen künftig die Verkehrssicherheit für Fußgänger deutlich verbessern.

Die Fertigstellung der gesamten Maßnahme inklusive der Straßenbauarbeiten ist für Oktober dieses Jahres vorgesehen.

Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Durch den Verzicht auf aufwendige Traggerüste sparen wir Zeit und Kosten, ohne Abstriche bei Sicherheit und Qualität. Dieses Vorhaben macht unsere Region verlässlicher für den Schwerlastverkehr und stärkt den Wirtschaftsstandort nachhaltig.“

Text: SSP/Redaktion Die Knipser/Stadtverwaltung Worms