Foto: Klinikum Worms
Am 4. März 2026 rückt der Welt-Adipositas-Tag die chronische Erkrankung Adipositas in den internationalen Fokus. Auch das Klinikum Worms beteiligt sich aktiv an diesem Aktionstag: Das Haus wird an diesem Tag in der Aktionsfarbe Orange angestrahlt. Die leuchtende Farbe steht international für mehr Bewusstsein, Aufklärung und Solidarität mit Menschen, die von Adipositas betroffen sind.
Seit 2025 ist das Klinikum Worms durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) als Zentrum für Adipositas und metabolische Chirurgie zertifiziert. Damit erfüllt das Zentrum höchste medizinische und strukturelle Qualitätsanforderungen in der Behandlung dieser komplexen Erkrankung.
Adipositas ist eine chronische Erkrankung
Adipositas ist weit mehr als starkes Übergewicht. Sie ist eine anerkannte, chronische Erkrankung mit erheblichen gesundheitlichen Folgen. „Extremes Übergewicht ist ein bedeutender Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen – insbesondere für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus, aber auch für chronische Nierenerkrankungen, Beschwerden des Bewegungsapparates sowie bestimmte Krebserkrankungen“, erklärt PD Dr. Markus Hirschburger, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Kinderchirurgie. Weltweit sterben jährlich Millionen Menschen an den Folgen der Adipositas.
Trotz der bekannten Risiken wird häufig unterschätzt, wie komplex diese Erkrankung ist. „Adipositas ist keine Frage von Willensstärke, sondern eine chronische, multifaktorielle Erkrankung. Eine stärkere Sensibilisierung für die medizinischen und sozialen Folgen ist daher essenziell“, betont Dr. Verena Ursprung. Das Adipositaszentrum steht unter der Leitung von Oberärztin Dr. Verena Ursprung. Gemeinsam mit Oberarzt Dr. José Valero werden die Patienten chirurgisch betreut und individuell behandelt. Koordinatorin Annett Holzemer übernimmt als zentrale Ansprechperson die Organisation der Behandlungsabläufe. Ergänzt wird das Team durch spezialisierte Ernährungs- und Bewegungstherapeuten sowie durch Psychologen. Bei Bedarf werden weitere Fachdisziplinen eingebunden. Gemeinsam mit den Hausärzten entsteht so ein ganzheitliches Behandlungskonzept für betroffene Patienten.
Ganzheitliche Behandlung: Mehr als nur eine Operation
Grundlage der Therapie ist stets ein mehrstufiges Konzept mit Ernährungsberatung, Bewegung und Verhaltenstherapie. Eine operative Behandlung kommt erst dann in Betracht, wenn konservative Maßnahmen ausgeschöpft sind und eine medizinische Indikation besteht. Ebenso wichtig ist die lebenslange Nachsorge, die am Zentrum angeboten wird.
Bereits bei der Gründung des Zentrums im Jahr 2017 in Kooperation mit der WoGe (Das Wormser Gesundheitsnetz) stand eine klare Leitidee im Mittelpunkt: „Auch der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt – gemeinsam.“ Dieser Gedanke prägt auch den diesjährigen Welt-Adipositas-Tag. Im Sinne internationaler Bestrebungen Adipositas als chronische Erkrankung anzuerkennen und Stigmatisierung abzubauen, setzt das Klinikum Worms ein sichtbares Zeichen für Verständnis und Solidarität.
Am Morgen des 4. März steht das interdisziplinäre Team im Foyer des Klinikums für Gespräche und Fragen bereit. Am Nachmittag folgt ein symbolischer gemeinsamer Walk unter dem Motto: „Den ersten Schritt in Bewegung. Den ersten Schritt zur Behandlung. Den ersten Schritt aus der Stigmatisierung.“
Mit diesem symbolischen Weg möchte das Klinikum Worms Mut machen und zeigen: Jede Veränderung beginnt mit einem ersten Schritt. Und jeder erste Schritt zählt.





























