Foto: BZM ARCHITEKTEN Matthias Marhöfer
Mit dem Abschluss des ersten Bauabschnitts im Freibad Paternusbad und dem erfolgreichen Interimsbetrieb im vergangenen Sommer ist ein wichtiger Meilenstein der Sanierung erreicht. Mit der Übergabe der Förderbescheids im März dieses Jahres ist zudem die Finanzierung des zweiten Bauabschnitts gesichert. Aktuelle Baugrunduntersuchungen erforderten nun gleich zu Beginn eine unvorhergesehene Anpassung der Planung: Im Bereich des bestehenden Schwimmerbeckens brachten Bodengutachten unzureichende Tragfähigkeiten in tieferen Schichten zu Tage und machten eine Änderung des Sanierungskonzepts notwendig.
Im Zuge der Neubewertung wurden verschiedene technische Lösungsansätze geprüft, darunter eine Pfahlgründung, ein vollständiger Bodenaustausch sowie eine Verlagerung des Beckens innerhalb des Geländes. Nach sorgfältiger Abwägung fiel die Entscheidung zugunsten einer Variante, die sowohl wirtschaftlich als auch betrieblich überzeugt und gleichzeitig neue gestalterische Möglichkeiten eröffnet. Kern der überarbeiteten Planung ist eine leicht versetzte Neuanordnung der Becken durch eine spiegelbildliche Ausrichtung. Dadurch können stabilere Bodenverhältnisse genutzt werden. Ein Teil des bisherigen Schwimmerbeckens wird zurückgebaut und das Gelände anschließend verfüllt. Auf dieser Fläche entsteht künftig eine zusätzliche Liegewiese, die das Angebot für Badegäste erweitert.
Durch den Verzicht auf kostenintensive Maßnahmen zur Bodenverbesserung werden finanzielle Mittel gezielt in die Qualität der neuen Wasser- und Aufenthaltsbereiche investiert. Vorgesehen bleibt ein wettkampftaugliches 25-Meter-Mehrzweckbecken, ergänzt durch eine Breitwellenrutsche mit separatem Auffangbecken sowie ein Planschbereich mit Wasserspielen. Ein barrierefreier Zugang zum Wasser ist ebenfalls Bestandteil der Planung.
Gleichzeitig entsteht ein zentraler, zusammenhängender Familienbereich, der die verschiedenen Nutzungszonen näher miteinander verbindet. Die bisherige Tribüne wird zurückgebaut. Stattdessen sind erhöhte Aufenthaltsdecks entlang des Beckenrandes vorgesehen, die neue Aufenthaltsqualitäten schaffen.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Verbesserung des Gesamtambientes: Zusätzliche Beschattungsangebote, klar strukturierte Bereiche und eine großzügige „Familienwiese“ mit Spielgeräten für Kleinkinder sollen den Aufenthalt für alle Altersgruppen attraktiver gestalten.
Beigeordneter Timo Horst betont: „Mit der angepassten Planung reagieren wir verantwortungsvoll auf die geologischen Gegebenheiten und schaffen zugleich ein modernes, zukunftsfähiges Freibad. Unser Ziel ist es, den Gästen im Sommer 2028 ein qualitativ hochwertiges und familienfreundliches Angebot zu bieten, das den Standort langfristig stärkt.“ Weiter hebt Horst die Wichtigkeit des Schwimmbads für die Region, insbesondere für das Schwimmen lernen und als Maßnahme gegen Hitzewellen hervor.




























