Foto: Wahlkreisbüro MdL Dirk Beyer

Gemeinsam mit der Staatssekretärin Nicole Steingaß hat der SPD-Landtagsabgeordnete Dirk Beyer die WoGe (Wormser Gesundheitsnetz) besucht und sich vor Ort mit Vorstandsmitgliedern sowie der Geschäftsführung über die wichtige Arbeit der dort angesiedelten und vom Land mit jährlich bis zu 50.000 Euro geförderten Post-Covid- Ambulanz ausgetauscht.

Die WoGe ist ein anerkanntes Praxisnetzwerk bei der Kassenärztlichen Vereinigung und vereint insgesamt 142 Mitglieder aus Haus- und Facharztpraxen. Eine besondere Rolle nimmt dabei die Post-Covid-Ambulanz ein, eine von fünf spezialisierten Ambulanzen in Rheinland- Pfalz.

„Die Arbeit, die hier geleistet wird, ist von enormer Bedeutung für viele Menschen, die auch lange nach einer Covid-19-Erkrankung noch unter erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen leiden“, betonte Dirk Beyer im Anschluss an den Besuch. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Bedarf immer noch sehr hoch ist.

So berichtete Geschäftsführerin Tina Dobiasch, dass bereits über 1.000 Patientinnen und Patienten in der Ambulanz behandelt wurden – bei lediglich fünf Mitarbeitenden. „Die Zahlen sind weiterhin hoch und ein Abebben ist aktuell nicht in Sicht“, so Dobiasch. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit in der Ambulanz liegt auf der sozialen Beratung der Betroffenen. Viele Patientinnen und Patienten benötigen Unterstützung bei sozialrechtlichen Fragen und im Umgang mit den Folgen ihrer Erkrankung im Alltag und Berufsleben. Dr. Rüdiger Stiefel machte deutlich: „Es braucht einen klaren Anspruch für diese Erkrankten Wir sprechen hier von rund 1,2 Millionen Betroffenen bundesweit. Diese Dimension muss ernst genommen werden.“

Auch strukturelle Herausforderungen in der Versorgung wurden im Gespräch thematisiert. Neben der hohen Auslastung kritisierten Stiefel und seine Kollegen Dr. Barbara Matthes und Dr. Jörg Friedrich insbesondere das begrenzte Angebot an ambulanten Rehabilitationsmaßnahmen: „Es gibt bislang kein ausreichendes Konzept seitens der Rentenversicherungsträger, um Post-Covid-Betroffene nachhaltig zu unterstützen.“

„Wir nehmen die Anregungen und Hinweise der WoGe Worms sehr ernst und werden diese mit den weiteren Partnern beim nächsten Runden Tisch Post-Covid besprechen“ so Staatssekretärin Nicole Steingaß Dirk Beyer kündigte an, die geschilderten Herausforderungen mit in die parlamentarische Arbeit nach Mainz zu nehmen: „Wir müssen die ambulante Versorgung von Post-Covid- Patientinnen und -Patienten weiter stärken und die Rahmenbedingungen für Einrichtungen wie die WoGe verbessern. Die hohe Belastung des Personals und die immer noch große Anzahl an Patientinnen und Patienten machen deutlich, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht.“

Abschließend dankten Beyer und Steingaß allen Mitarbeitenden der WoGe für ihren engagierten Einsatz: „Was hier geleistet wird, verdient höchste Anerkennung.“