Auch die Rofu-Filiale in der Wormser Innenstadt gehört zum Netz des insolventen Spielwarenhändlers – der Geschäftsbetrieb soll vorerst weiterlaufen. Foto: Mirco Metzler/Die Knipser
Der große deutsche Spielwarenhändler Rofu Kinderland hat ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung angemeldet. Die Entwicklung trifft nicht nur mehrere Filialen in Rheinhessen, sondern auch die Rofu-Filiale in Worms am „Auf dem Sand“.
Rofu Kinderland betreibt bundesweit mehr als 100 Filialen und beschäftigt rund 1.970 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In Rheinhessen sind die Nieder-Olm-Filiale, der Standort am Nahering in Ingelheim und die Filiale im Kreuznacher Gewerbegebiet von der Insolvenzentwicklung betroffen. Insgesamt stehen an diesen drei Standorten rund 40 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Darüber hinaus gehört auch die Filiale in Worms zum Netz der Rofu-Geschäfte.
Geschäftsbetrieb läuft weiterhin
Das Unternehmen, das seit über 40 Jahren im Spielwarenhandel aktiv ist, hat den Insolvenzantrag beim Amtsgericht gestellt und das vorläufige Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Ziel ist es, das Geschäft wirtschaftlich neu auszurichten und langfristig zu erhalten. Der laufende Betrieb soll in allen Filialen – einschließlich Rheinhessen und Worms – unverändert fortgeführt werden.
Gründe für die wirtschaftliche Schieflage
Nach Angaben des Unternehmens und aktueller Berichterstattung gelten mehrere Faktoren als Ursache für die finanzielle Krise:
-
Einbrüche im Weihnachtsgeschäft, das für Spielwarenhändler besonders wichtig ist
-
Gestiegene Kosten in der gesamten Wertschöpfungskette
-
Anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher
-
Starker Wettbewerb im stationären und digitalen Handel
Lage der Beschäftigten
Die Mitarbeitenden aller Filialen wurden über den Stand informiert. Die Gehälter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert, dennoch ist unklar, wie es danach weitergeht. Das Unternehmen sucht aktuell potenzielle Investoren, um eine langfristige Fortführung des Geschäftsbetriebs zu ermöglichen.
Text: VM/Redaktion Die Knipser































