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Ein neu geborenes Rehkitz (ca. 2 bis 3 Tage alt) ist am Dienstag von einem Hund in der Gemarkung Wörrstadt gerissen worden. Der Hund hat sich nach Angaben seines Halters von der Leine befreit, als dieser mit ihm spazieren ging und ihn bürsten wollte. Ein Einfangen des Tieres blieb erfolglos. Das Rehkitz legte der Hund später vor dem Haus seines Halters ab.
Die Verbandsgemeinde Wörrstadt nimmt diesen tragischen Zwischenfall zum Anlass, erneut auf die Veröffentlichung zum Thema Brut- und Setzzeit in der
KW 16 im Nachrichtenblatt hinzuweisen (vgl. https://www.vgwoerrstadt.de/index.php?object=tx,3629. 5.1&ModID=7&FID=3629.1611.1). Da die Kitze – die gerade nach und nach das Licht der Welt erblicken – bei Gefahr nicht flüchten, stellen landwirtschaftliche Gerätschaften und freilaufende Hunde eine erhebliche Bedrohung für die neu geborenen Tiere dar.
„Wir appellieren noch einmal nachdrücklich an alle Hundehalte, ihre Hunde beim Spaziergang an der Leine zu führen und die Feld- und Wanderwege dabei nicht zu verlassen. Das Eltern- und Jungwild braucht störungsfreie Ruhezonen und vor allem freilaufende Hunde können eine ernste Gefahr für trächtige Tiere und brütende Vögel sowie deren Nachwuchs darstellen“, betont Stefan Haßler, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Wörrstadt.
Das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Wörrstadt weist darauf hin, dass Hundehaltern Strafen drohen, sofern ihre Hunde Wild hetzen oder reißen. Die Hunde können dann beispielsweise als gefährlich eingestuft werden. Solche Hunde dürfen dann nur noch mit Genehmigung gehalten und ausgeführt werden. Generell ist gerade während der Setz- und Brutzeit zu beachten, dass Waldränder sowie Wiesen- oder Heckenstrukturen beliebte Aufzuchtorte von Rehen, Hasen und zahlreichen Vogelarten sind.
Aufgefundenes Jungwild darf auf keinen Fall berührt oder vom Hund „beschnuppert“ werden. Scheinbar verwaiste Rehkitze oder Junghasen sind meistens gar nicht so hilflos, wie es vielleicht den Anschein hat. Der gut getarnte Nachwuchs wird in den ersten Lebenswochen von den Elterntieren oft viele Stunden alleine gelassen und nur zum Säugen aufgesucht – der beste Schutz vor Fressfeinden. Erst durch Menschen- oder Hundegeruch werden Jungtiere wirklich zu Waisen.
Landwirte und Jagdpächter unternehmen überdies große Anstrengungen, um das Leben der jungen Rehe zu schützen. So werden unter anderem Wiesen und andere Flächen mit hohem Pflanzenbewuchs vor der Bearbeitung mit schweren landwirtschaftlichen Maschinen mittels Drohnen und Wärmebildkameras abgesucht.




























