Foto: Staatskanzlei RLP / Kay

Für ihren mutigen Einsatz nach dem Hoteleinsturz in Kröv hat Ministerpräsident Alexander Schweitzer fünf Männer mit der Rettungsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. In einer Feierstunde in der Staatskanzlei würdigte er ihren „Einsatz unter Gefahr für das eigene Leben“ als beispielhaft.

Die Auszeichnung ging an Mitarbeiter der Firma LRT Baudienstleistungen aus Wittlich: Roman Lange, Martin Hagewald, Markus Moll, Dennis Wiecha und Dumitru-Nikolae Gosman. Sie hatten am 6. August 2024 maßgeblich dazu beigetragen, Verschüttete nach dem Einsturz des Hotels „Reichsschenke zum Ritter Götz“ in Kröv an der Mosel zu retten.

„Mut und wahre Nächstenliebe bewiesen“

„Diese fünf Männer haben unter Einsatz ihres eigenen Lebens gezeigt, was es bedeutet, sich für andere einzusetzen“, sagte Schweitzer bei der Verleihung. Ihr Handeln sei „nicht selbstverständlich“ gewesen. Sie hätten Mut und wahre Nächstenliebe bewiesen.

Die Ehrung erfolgte auf Vorschlag von Landrat Andreas Hackethal vom Landkreis Bernkastel-Wittlich, unterstützt vom damaligen Einsatzleiter Jörg Teusch. Die Rettungsmedaille ist die höchste Auszeichnung des Landes für Rettungstaten. Seit 1951 werden damit Menschen geehrt, die unter Einsatz des eigenen Lebens andere aus Lebensgefahr gerettet haben.

Arbeiten unter akuter Einsturzgefahr

Bei dem Unglück waren insgesamt neun Menschen unter den Trümmern des historischen Fachwerkhauses verschüttet worden. Rund 250 Einsatzkräfte arbeiteten vor Ort. Um Kontakt zu den Eingeschlossenen herzustellen, mussten unter anderem Kernbohrungen vorgenommen werden, durch die die Verschütteten mit Getränken und Nahrung versorgt werden konnten.

Als das Spezialunternehmen aus Wittlich angefordert wurde, entschied Firmeninhaber Roman Lange gemeinsam mit seinem Team, die gefährlichen Arbeiten selbst zu übernehmen. Dank ihrer täglichen Erfahrung mit Spezialgeräten konnten sie schneller und präziser vorgehen als zunächst geplant.

Während des gesamten Einsatzes bestand die Gefahr eines weiteren Einsturzes der instabilen Gebäudestruktur. Trotz dieser lebensbedrohlichen Lage arbeiteten die fünf Männer über Stunden, um die Eingeschlossenen zu erreichen.

Zwei Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Sieben weitere konnten jedoch lebend geborgen werden – auch dank des beherzten Einsatzes der nun ausgezeichneten Helfer.