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Sozialprotest in Worms: Rund 60 Menschen demonstrieren gegen geplante Kürzungen

Sozialprotest in Worms: Rund 60 Menschen demonstrieren gegen geplante Kürzungen
Rund 60 Menschen zogen bei einem Sozialprotest durch die Wormser Innenstadt und machten auf ihre Forderungen nach sozialer Sicherheit und gesellschaftlicher Solidarität aufmerksam. Foto: Mirco Metzler/Die Knipser

Mit Sprechchören, Transparenten und mehreren Kundgebungen haben am Samstag 10.10.2026 rund 60 Menschen in der Wormser Innenstadt gegen geplante Einschnitte im Sozialbereich und die Sozialpolitik der Bundesregierung demonstriert. Die Teilnehmer machten dabei auf die Auswirkungen aufmerksam, die sie insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen, Familien, Rentner und Erwerbslose befürchten.

Ausgangspunkt der Demonstration war der St.-Albans-Platz am Wormser Hauptbahnhof. Von dort zog der Protestmarsch durch die Innenstadt und machte an verschiedenen Stationen Halt. Die Route führte unter anderem über die Wilhelm-Leuschner-Straße zum Lutherdenkmal, weiter zum Otto-Wels-Platz und über das 118er-Denkmal sowie den Ludwigsplatz bis zum Marktplatz, wo die Veranstaltung endete.

Organisiert wurde die Demonstration vom Stadtverband Die Linke Worms gemeinsam mit mehreren örtlichen Bündnispartnern. Beteiligt waren Bündnis 90/Die Grünen Worms, der Helferkreis Asyl, die Pax-Christi-Basisgruppe Worms, der Warbede Frauennotruf und die Wormser Arbeitsloseninitiative.

Im Mittelpunkt standen unterschiedliche sozialpolitische Themen. Dazu gehörten die finanzielle Absicherung von Erwerbslosen, mögliche Verschärfungen bei Sozialleistungen, die Situation von Beschäftigten sowie die Auswirkungen von Sparmaßnahmen auf Frauen, Familien und Menschen mit Behinderungen. Auch die Lebensbedingungen von Geflüchteten, Fragen der Inklusion und der Hitzeschutz wurden während des Protestmarsches angesprochen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Diskussion um die künftige Ausgestaltung der Grundsicherung. Vertreter der Wormser Arbeitsloseninitiative äußerten Bedenken hinsichtlich möglicher verschärfter Sanktionen für Leistungsbezieher. Die beteiligten Gruppen sprachen sich für eine soziale Absicherung aus, die Menschen vor Armut schützt und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.

Darüber hinaus beschäftigten sich die Demonstranten mit der Verteilung öffentlicher Gelder. Kritisiert wurde insbesondere das Verhältnis zwischen geplanten Ausgaben für die Verteidigung und dem Finanzierungsbedarf in sozialen Bereichen. Aus Sicht der Teilnehmer müssten unter anderem bezahlbarer Wohnraum, Bildung, Gesundheitsversorgung und Pflege stärker berücksichtigt werden.

Während des Marsches machten die Demonstranten mit gemeinsamen Sprechchören auf ihre Anliegen aufmerksam. Dabei standen vor allem Solidarität, soziale Sicherheit und der Zusammenhalt unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen im Vordergrund.

Die Veranstalter betonten außerdem die Bedeutung einer stärkeren Beteiligung der Menschen, die von sozialpolitischen Entscheidungen unmittelbar betroffen sind. Unterschiedliche Bevölkerungsgruppen sollten mit ihren Erfahrungen und Anliegen stärker in politische Diskussionen einbezogen werden.

Mit dem Protest in Worms wollten die beteiligten Organisationen zugleich auf ihre Beratungs- und Unterstützungsangebote aufmerksam machen. Nach den vorliegenden Angaben sind weitere gemeinsame Aktionen geplant. Auch zusätzliche Organisationen sollen künftig für das Bündnis gewonnen werden.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser

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Fotos: Mirco Metzler/Die Knipser