Die geplante Sanierung der Sportstätte in Gau-Odernheim verzögert sich deutlich. Der Neubau von Kunstrasen und Vereinsheim lässt weiter auf Förderentscheidungen warten. Foto: Mirco Metzler/Die Knipser
Große Hoffnungen, ein ambitioniertes Projekt und nun vorerst Stillstand: Die umfassende Sanierung der Sportanlagen in Gau-Odernheim verzögert sich erheblich. Noch nach dem Aufstieg der Fußballer in die Oberliga war ein Baubeginn im Jahr 2025 realistisch erschienen. Kurz vor dem Start von 2026 ist klar: Daraus wird nichts.
Geplant waren der Neubau eines Kunstrasenplatzes, weitere moderne Sportflächen sowie die Sanierung und Erweiterung des Vereinsheims. Möglich werden sollte das Vorhaben durch Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz. Doch insbesondere beim Außengelände fehlt bislang die notwendige Bewilligung. Der entsprechende Förderantrag liegt weiterhin bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), eine Entscheidung steht aus.
Noch komplexer gestaltet sich die zweite Hälfte des Projekts rund um das Vereinsheim. Aufgrund der geplanten erweiterten Nutzung als Veranstaltungs- und Gemeinschaftsraum kann die Förderung nicht über die Sportförderung laufen, sondern muss über den sogenannten I-Stock beantragt werden. Das bringt andere Voraussetzungen, umfangreichere Planungen und einen deutlich späteren Zeitplan mit sich. Ein Antrag ist frühestens 2026 möglich, eine Bewilligung realistischerweise nicht vor 2027.
Unabhängig davon bleibt das grundsätzliche Vorhaben bestehen. Die Gemeinde will das Vereinsgelände übernehmen, modernisieren und anschließend an den Verein verpachten. Über Umfang und Finanzierung der Maßnahmen wird letztlich der Gemeinderat entscheiden, sobald Förderbescheide vorliegen.
Die Verzögerung trifft Verein und Gemeinde gleichermaßen. Das Vereinsheim weist in mehreren Bereichen Sanierungsbedarf auf – von der Heizung über Fenster und Sanitäranlagen bis hin zu den Umkleiden. Sollten sich die Förderverfahren weiter hinziehen, müssten Prioritäten neu gesetzt und einzelne Maßnahmen eventuell vorgezogen oder gestreckt werden.
Gleichzeitig eröffnet die längere Planungsphase auch Spielraum für eine umfassendere Gestaltung der Sportstätte. Vorgesehen ist unter anderem eine moderne Anlage mit Laufbahn, Sprung- und Kugelstoßmöglichkeiten, einem Multifunktionsfeld sowie einem Padel-Platz. Damit würde nicht nur der Vereinssport, sondern auch der Schulsport deutlich aufgewertet.
Unklar bleibt, wann der dringend benötigte neue Kunstrasen realisiert werden kann. Der bestehende Platz entspricht nicht den aktuellen Vorgaben und kann frühestens in einigen Jahren ersetzt werden, da sonst Fördermittel aus früheren Maßnahmen zurückgezahlt werden müssten. Für die Oberliga-Mannschaft bedeutet dies, dass bei einem späteren Umbau längere Ausweichzeiten eingeplant werden müssen.
Text: SP/Redaktion Die Knipser





























