Foto: Realschule Plus Eich

Spannung, Humor und echte Einblicke in die Welt der Gewaltprävention: Die siebten Klassen der Realschule Plus Eich erlebten einen besonderen Vormittag mit dem Jugendbuchautor Stefan Gemmel. In der schuleigenen Bibliothek verwandelte sich der Raum für einige Stunden in einen Ort lebendiger Literatur und intensiver Auseinandersetzung mit wichtigen gesellschaftlichen Themen.

Im Mittelpunkt stand Gemmels Jugendroman „Befreiungsschlag“, der von Konflikten, Gruppendruck und dem schwierigen Weg erzählt, für sich selbst einzustehen. Doch anstatt nur vorzulesen, gewährte der Autor tiefe Einblicke in die Entstehung seines Buches: Ein ganzes Jahr lang hatte Gemmel selbst an einem Anti-Gewalt-Training teilgenommen, Betroffene und Trainer befragt und eigene Erfahrungen gesammelt.

Mit viel Selbstironie berichtete er von den ersten Unsicherheiten, überraschenden Erkenntnissen und intensiven Momenten während dieser Zeit. Die Schüler:innen lachten oft, wurden aber auch still, wenn Gemmel ernste Situationen schilderte. „Befreiungsschlag“ zeigt so authentisch, wie Gewalt entsteht, wie man sie erkennt und wie man lernt, sich selbst und andere zu schützen.

Die Veranstaltung wurde maßgeblich durch die großzügige Unterstützung des Fördervereins der Schule sowie durch das Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz und den Friedrich-Bödecker-Kreis ermöglicht. Eine Investition, die sich für alle Beteiligten mehr als gelohnt hat: Gemmel zog sein junges Publikum vom ersten Moment an in den Bann.

Zum Abschluss sicherten sich viele Schüler:innen noch Autogramme und nutzten die Gelegenheit, mit dem sympathischen Autor ins Gespräch zu kommen. Ein Vormittag, der deutlich machte: Literatur kann nicht nur unterhalten, sondern auch nachdenklich machen und wichtige gesellschaftliche Themen greifbar vermitteln.