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Mit einem neuen Förderprogramm will das Bundesumweltministerium den Kauf von Elektroautos weiter attraktiver machen und die Elektromobilität in Deutschland vorantreiben. Damit wächst auch die Bedeutung des Kfz-Handels, potenzielle Kundinnen und Kunden von der neuen Technologie zu überzeugen. Welche Erwartungen, Informationsbedarfe und Erfahrungen E-Auto-Interessierte und -Besitzer haben, zeigt der neue „Mobilitätskompass“ von TÜV Rheinland Kraftfahrt.

Für die Branchenstudie wurden mehr als 2.300 Fahrerinnen und Fahrer rein batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV) zu Themen wie Informationsquellen, Händlerbesuch, Nachkaufphase und Kaufbarrieren bei gebrauchten E-Autos befragt. Die Ergebnisse zeigen: Die Zufriedenheit mit der Kauferfahrung im Autohandel ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Gleichzeitig bleibt der Informationsbedarf bei Kaufinteressierten hoch – insbesondere beim Erwerb gebrauchter Elektrofahrzeuge.

Autohandel als wichtigste Informationsquelle

Der Autohandel erweist sich dabei als zentrale Anlaufstelle für Kaufinteressierte. Gut organisierte Probefahrten und Autohaus-Events spielen eine entscheidende Rolle, um Vertrauen in die Technologie aufzubauen. Viele Befragte schätzen den direkten Austausch mit Expertinnen und Experten sowie die Möglichkeit, Fahrzeuge und Technologien unmittelbar zu erleben. Bei der Auswahl eines Autohauses orientieren sich Interessierte zudem stark an Online-Bewertungen – ein weiteres Potenzial für Händler, sich positiv zu positionieren.

Hemmnisse beim Kauf gebrauchter E-Autos

Besonders beim Gebrauchtwagenkauf bestehen weiterhin Unsicherheiten. Als größte Hemmnisse nennen Kaufinteressierte mögliche lange Ladezeiten (69 Prozent), eine als unzureichend empfundene öffentliche Ladeinfrastruktur (68 Prozent), den Fahrzeugpreis (67 Prozent), die begrenzte Reichweite (65 Prozent) sowie die Degradation der Antriebsbatterie (63 Prozent).

Um diese Bedenken auszuräumen, setzen viele Käufer auf zusätzliche Prüfungen: Rund 65 Prozent der Befragten, die ein gebrauchtes E-Auto erworben haben, ließen vor dem Kauf einen Batterie-Check durchführen. Solche Angebote können laut Studie entscheidend dazu beitragen, Vertrauen zu schaffen und Kaufbarrieren abzubauen.

Wichtige Impulse für Handel und Branche

„Die E-Mobilität ist ein dynamisches Feld, das ständige Anpassungen und Verbesserungen erfordert. Insbesondere bei neuen Technologien ist der Informationsbedarf vor dem Kauf groß“, sagt Dr. Matthias Schubert, Executive Vice President Mobility bei TÜV Rheinland. „Im Gebrauchtwagenmarkt kommen zusätzliche Bedenken der Kaufinteressierten und teils Informationsdefizite auf Seiten der Händler hinzu. Unser Mobilitätskompass bietet wertvolle Ansätze, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und das Geschäft im Automobilhandel erfolgreich weiterzuentwickeln.“

Das vollständige Whitepaper „Mobilitätskompass“ steht unter
www.tuv.com/mobilitaetskompass zum Download bereit.

Über TÜV Rheinland

Seit mehr als 150 Jahren steht TÜV Rheinland für Sicherheit und Qualität. Das weltweit tätige Prüfunternehmen beschäftigt rund 27.000 Mitarbeitende in über 50 Ländern und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von mehr als 2,7 Milliarden Euro. Die Expertinnen und Experten prüfen technische Anlagen und Produkte, begleiten Innovationen und gestalten den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit. TÜV Rheinland ist seit 2006 Mitglied im UN Global Compact und hat seinen Hauptsitz in Köln.