Sport

Thomas Preining krönt sich zum zweiten Mal zum DTM-Champion

Thomas Preining krönt sich zum zweiten Mal zum DTM-Champion
Thomas Preining feiert 2026 seinen zweiten DTM-Titel. Mit seinem Porsche 911 GT3 R setzte sich der österreichische Werksfahrer beim Saisonfinale in Hockenheim durch und schrieb Motorsportgeschichte. Foto: ADAC e.V.

Thomas Preining hat erneut Motorsportgeschichte geschrieben: Der österreichische Porsche-Werksfahrer sicherte sich 2026 zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren den Titel in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Damit gehört der 28-Jährige zu einem exklusiven Kreis erfolgreicher Piloten. In der mehr als 40-jährigen Geschichte der Rennserie ist er erst der achte Fahrer, der mindestens zweimal die Meisterschaft gewinnen konnte. Zugleich ist Preining der erste Österreicher mit zwei DTM-Titeln.

Entscheidend für seinen erneuten Triumph war vor allem die starke zweite Saisonhälfte. Nach einem schwierigen Verlauf der ersten Rennen fand Preining rechtzeitig zu seiner Bestform zurück und überzeugte mit Konstanz und Nervenstärke. „Wir haben in der Schlussphase der Saison unter Druck keine Fehler gemacht, das war entscheidend für diesen Erfolg“, erklärte der Champion nach dem entscheidenden Rennen in Hockenheim. Auch seine Erfahrungen aus früheren Titelkämpfen auf dem Traditionskurs hätten ihm geholfen. Besonders stolz sei er auf die Leistung des gesamten Teams.

Leidenschaft für packende Zweikämpfe

Preining gilt als Fahrer, der intensive Duelle auf der Rennstrecke schätzt. Die DTM bietet ihm dafür die passende Bühne. „In der DTM kann ich als Rennfahrer meine Leidenschaft auf der Strecke ausleben“, sagte der 28-Jährige. Besonders reizvoll seien für ihn die direkten Zweikämpfe, bei denen die Fahrer innerhalb der geltenden Regeln auch einmal Tür an Tür fahren dürften.

Seine Begeisterung für den Motorsport entwickelte sich bereits in der Kindheit. Der gebürtige Linzer wuchs in einer motorsportbegeisterten Familie auf. Sein Vater Andreas war zwischen 1989 und 1994 in der Motorrad-Weltmeisterschaft aktiv. Thomas selbst verfolgte schon früh die Rennen von Valentino Rossi, den er auch persönlich kennenlernen durfte.

Mit sieben Jahren saß Preining auf Mallorca erstmals in einem Kart. Es folgten mehrere nationale und internationale Meisterschaftserfolge zwischen 2009 und 2013. Doch der Weg in den Profisport verlief nicht ohne Rückschläge: Als 2015 ein wichtiger Sponsor absprang, stand seine Karriere zwischenzeitlich auf der Kippe.

Vom Kartfahrer zum Porsche-Werksfahrer

Anstatt seinen Traum aufzugeben, arbeitete Preining weiter an seiner Zukunft. Neben dem Training auf der Rennstrecke verbrachte er viel Zeit im Simulator. 2016 gelang ihm der Neustart in der ADAC Formel 4. Zwei Jahre später setzte er sich im Porsche Carrera Cup Deutschland durch und gewann die Meisterschaft mit zehn Saisonsiegen.

2021 wurde Preining Porsche-Werksfahrer. Über das ADAC GT Masters führte sein Weg schließlich in die DTM. Dort feierte er 2022 auf dem Norisring seinen ersten Rennsieg und bescherte Porsche zugleich den ersten Erfolg in der Serie. 2023 folgte der erste große Titelgewinn: Preining wurde als erster Österreicher DTM-Champion. Drei Jahre später konnte er diesen Erfolg wiederholen.

Starke Aufholjagd nach schwierigem Saisonstart

Der Weg zur Meisterschaft 2026 war allerdings von Höhen und Tiefen geprägt. Mit einem Heimsieg auf dem Red Bull Ring in der Steiermark startete Preining vielversprechend in die Saison. In den folgenden sieben Rennen gelang ihm jedoch kein Platz unter den ersten fünf. Die schwierige Phase sorgte beim ehrgeizigen Rennfahrer für Frust, der sich unter anderem in einer deutlichen Beschwerde über den Boxenfunk am Norisring zeigte.

Zum Ende der ersten Saisonhälfte lag Preining lediglich auf Rang acht der Gesamtwertung. Doch anschließend gelang ihm eine beeindruckende Aufholjagd. Sechsmal hintereinander fuhr er auf das Podium – eine Serie, die in der GT3-Ära der DTM zuvor keinem Fahrer gelungen war.

Besonders wichtig war das Wochenende auf dem Sachsenring. Mit den Plätzen zwei und drei machte Preining einen Rückstand von 16 Punkten auf den damaligen Spitzenreiter Maro Engel wett und verwandelte ihn in einen Vorsprung von 23 Zählern. Damit verschaffte er sich eine hervorragende Ausgangslage für das Saisonfinale in Hockenheim.

Dort bewies der Porsche-Pilot erneut seine Klasse und machte den zweiten Titelgewinn perfekt.

Ein prägendes Gesicht der DTM

Mit seinem erneuten Meisterschaftserfolg zählt Thomas Preining endgültig zu den prägenden Fahrern der DTM. Sein Porsche 911 GT3 R im bekannten Grello-Design ist längst ein Markenzeichen der Rennserie. Seine Karriere zeigt, wie wichtig neben fahrerischem Können auch Durchhaltevermögen und die Fähigkeit sind, nach Rückschlägen wieder anzugreifen.

Nach seinem zweiten Titelgewinn dürfte der Österreicher noch lange eine wichtige Rolle im Motorsport spielen. Eines scheint angesichts seiner bisherigen Laufbahn sicher: Die Erfolgsgeschichte von Thomas Preining ist noch nicht zu Ende.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: ADAC e.V.

Bilder zum Artikel(6)

Fotos: ADAC e.V.