Foto: Harry Reis

Fortschritte sind erkennbar, doch bis zum Start in die Rückrunde am 6. Februar bei TuSEM Essen bleibt für die Eulen Ludwigshafen noch viel Arbeit. Am Mittwochabend unterlagen die im Vergleich zur 25:36-Testspielniederlage gegen Hüttenberg deutlich verbesserten Ludwigshafener in Hochdorf dem Zweitliga-Zweiten SG BBM Bietigheim mit 27:34 (15:17).

Benefizspielbesuch leidet unter EM

Viele Ränge beim vom Lions Club Ludwigshafen organisierten Benefizspiel zugunsten der Jugendfarm Pfingstweide blieben am Mittwochabend leer. Der zeitgleich stattfindende Handball-EM-Krimi der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich erwies sich als zu starke Konkurrenz. Edgar Dilbe, Präsident des Lions Clubs, und Chriselis Becker von der Jugendfarm dankten dennoch für das Engagement und die Unterstützung. Sie wissen: Die Eulen kommen gerne wieder.

Gäste mit Rumpf-Kader

Die Gäste mussten auf Max Prantner, Djibril M’Bengue, Till Hermann, Moritz Strosack sowie den Ex-Friesenheimer Dominik Claus verzichten. Bei den Eulen kehrten Tim Schaller, Kian Schwarzer und Freddy Stüber mit Trainingsrückstand zurück, Alex Falk fehlt weiterhin verletzt. Zudem kamen Niclas Josten und Moritz Schulz aus dem HLZ sowie Jung-Profi Lennart de Hooge zum Einsatz.

Im Hinrunden-Punktspiel hatten die Eulen mit Andrej Kogut als Interimscoach in Bietigheim mit 24:29 (10:14) verloren. In der Rückrunde gastieren die Schwaben am 8. März (17 Uhr) in der Friedrich-Ebert-Halle.

Starker Eisel

„Ich habe gesehen, was ich sehen wollte. Das Ergebnis ist zu hoch“, sagte Eulen-Trainer Michael Haaß nach dem Testspiel. „Gegenüber Hüttenberg waren wir klar verbessert. Bietigheim stellt mit die beste Abwehr, da haben wir Lösungen gefunden.“ Nach dem 25:26 hätten jedoch zu viele leichte Fehler den Ausschlag gegeben. „Durch solche Fehler verliert man Spiele.“

Besonders hob Haaß Marc-Robin Eisel hervor, der mit 7 Treffern bei 9 Versuchen ein starkes Spiel machte und klug Regie führte. Auch Lars Röller überzeugte: Nach zwei vergebenen Chancen traf er viermal. „Lars hat ein starkes Spiel gemacht“, so Haaß.

Zudem sah der Trainer zwei starke Torhüter: Mats Grupe parierte in 29 Minuten sechs Bälle, musste nach einem Gesichtstreffer mit blutender Nase ausgewechselt werden. Žiga Urbič wehrte in 31 Minuten acht Würfe ab und erzielte sogar ein Tor ins leere Gehäuse. Bei der SG kam nach der Pause der frühere Eulen-Keeper Martin Tomovski für Jan Hrdlicka (6 Paraden). Tomovski hielt fünf Bälle und formulierte ein klares Ziel: „Bundesliga-Aufstieg und Qualifikation für die WM in Deutschland – 2026 wird mein Jahr.“

Auch Eisel zog ein positives Fazit: „Bis zum 25:26 waren wir gut im Spiel, dann haben wir wieder zu viele leichte Fehler gemacht. Aber es war gegenüber Hüttenberg eine klare Steigerung.“

Am Freitag gegen Melsungen

Am Freitag (18 Uhr) treffen die Eulen in Hochdorf auf Bundesligist MT Melsungen. Es ist die Generalprobe für den Rückrundenstart eine Woche später bei TuSEM Essen.

Statistik

Eulen Ludwigshafen:
Grupe (29. Urbič/1) – Leun (2), Eisel (7), Schmitt (5), Straub (1), Schaller (3/2), Röller (4), Ilic (2), Schwarzer, Stüber, Menges, Zobel (2), Josten, Hein, Schulz, de Hooge

SG BBM Bietigheim:
Hrdlicka (31. Tomovski) – Nicolaus (3), Wolf (3), de la Peña (2), Bacani (3), Pfeifer (4), Fischer (6), Vlahovic (3), Hadzimuhamedovic (9/3), Wiedenstein (1)

Spielfilm:
1:0 (1.), 8:7 (12.), 10:7 (14.), 12:12 (22.), 13:17 (HZ), 20:24 (40.), 25:26 (47.), 26:29 (51.), 27:34 (Ende)
Siebenmeter: 2/2 – 4/3 | Zeitstrafen: 1/1 | Rote Karten: keine
Zuschauer: 120 | Schiedsrichter: Koob/Siedel