Mit Mitteln aus dem Landesprogramm „Innenstadt-Impulse“ sollen in Osthofen zahlreiche Projekte zur Aufwertung der Innenstadt und öffentlicher Plätze umgesetzt werden. Archivfoto: Mirco Metzler/Die Knipser
Die Stadt Osthofen kann sich über eine umfangreiche Förderung aus dem Landesprogramm „Innenstadt-Impulse“ freuen. Mit einer Fördersumme von 308.000 Euro erhält Osthofen die höchste Förderung im Landkreis Alzey-Worms. Ziel des Programms ist es, Innenstädte aufzuwerten, attraktiver zu gestalten und für Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher erlebbarer zu machen.
Insgesamt hatte der Ausschuss für Bau, Planung und Stadtentwicklung 14 Projektvorschläge erarbeitet. Der Großteil dieser Maßnahmen kann nun umgesetzt werden. Vorgesehen sind zahlreiche kleinere Projekte, die in ihrer Gesamtheit das Stadtbild verbessern und neue Aufenthaltsqualitäten schaffen sollen.
Stadtgeschichte soll sichtbar und hörbar werden
Ein Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung der Stadtgeschichte. An ausgewählten Orten sollen Hinweisschilder auf historische Gebäude, Plätze und Persönlichkeiten aufmerksam machen. Ergänzend ist eine digitale Lauschtour geplant, bei der Interessierte mithilfe des eigenen Smartphones und einer GPS-gestützten Anwendung Informationen und Geschichten zu verschiedenen Stationen in der Stadt abrufen können. So entsteht ein auditiver Stadtrundgang, der sowohl Einheimischen als auch Gästen neue Perspektiven auf Osthofen eröffnet.
Aufwertung des Stadtparks mit neuen Angeboten
Auch der Stadtpark soll deutlich an Attraktivität gewinnen. Auf der rund 10.000 Quadratmeter großen Fläche sind unter anderem ein offener Bücherschrank, ein grünes Klassenzimmer mit Sitzrondell sowie neue Liegemöbel vorgesehen. Darüber hinaus soll ein Wasserspielplatz den bisherigen Brunnen ersetzen. Geplant sind außerdem ein Calisthenics-Parcours sowie Spiel- und Outdoor-Sportgeräte, die auch für ältere Menschen geeignet sind.
Mehr Grün und Kunst im öffentlichen Raum
Weitere Maßnahmen betreffen den Platz vor der Kleinen Kirche, der unter anderem mit vertikalen Gärten und einem Wasserspielangebot aufgewertet werden soll. Zudem sind gestalterische Projekte im gesamten Stadtgebiet geplant, darunter künstlerisch gestaltete Stromkästen und eine Freiluft-Fotogalerie. Diese soll sowohl gestalterische Schwächen kaschieren als auch das Heimatgefühl stärken, beispielsweise durch historische Motive aus der Stadtgeschichte.
Unter dem Motto „Der Stadtkern blüht auf“ sind zudem Blumenampeln, Blumenpyramiden und gezielte Bepflanzungen vorgesehen, um zusätzliche Farbakzente im öffentlichen Raum zu setzen.
Finanzierung und weiteres Vorgehen
Die Gesamtkosten des Maßnahmenpakets belaufen sich auf rund 352.000 Euro, davon sind etwa 342.000 Euro zuschussfähig. Das Land Rheinland-Pfalz übernimmt 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Eigenanteil der Stadt beträgt somit zehn Prozent und ist bereits im Haushalt eingeplant. Für einzelne Maßnahmen, wie den Wasserspielplatz im Stadtpark, wurden vorsorglich höhere Mittel eingeplant.
Bevor die Umsetzung starten kann, müssen die einzelnen Projekte noch vom Stadtrat beschlossen und detaillierte Planungen sowie Kostenaufstellungen vorgelegt werden. Die Realisierung der Maßnahmen ist für die Jahre 2026 und 2027 vorgesehen.
Text: VM/Redaktion Die Knipser





























