Aus der Geschäftswelt

Von Worms in die Welt: Bürgermeisterin Lohr besucht internationalen Spieleentwickler Kalypso Media

Von Worms in die Welt: Bürgermeisterin Lohr besucht internationalen Spieleentwickler Kalypso Media
Die Kalypso Media Group entwickelt und vertreibt von Worms aus international erfolgreiche Computerspiele und feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Foto: Stadt Worms

Hinter der eher unscheinbaren Fassade eines Gebäudes in der Wilhelm-Leuschner-Straße verbirgt sich die Zentrale eines international tätigen Computerspielunternehmens. Bürgermeisterin Stephanie Lohr hat gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für die Stadt Worms mbH (wfg) die Kalypso Media Group besucht. Geschäftsführerin Dr. Anika Thun und Head of Customer Communications Dr. Bettina Albert gaben dabei Einblicke in die Arbeit, Entwicklung und internationale Ausrichtung des Unternehmens.

20 Jahre Spiele aus Worms

Die Kalypso Media Group feiert in diesem Sommer ihr 20-jähriges Bestehen. Die Unternehmensgruppe verfügt über fünf Standorte in Deutschland und arbeitet weltweit mit Entwicklungsstudios zusammen. Weitere Vertriebsbüros befinden sich in Japan, den USA und Großbritannien.

Mit rund 170 Mitarbeitenden und 50 Marken entwickelt und vertreibt das Unternehmen Spiele aus den Bereichen Strategie und Simulation. Parallel entstehen nach Angaben des Unternehmens jeweils sechs bis acht Spiele. Zu den wichtigsten Marken gehören „Tropico“, „Dungeons“, „Railway Empire“ und „Commandos“.

Die Unternehmensgruppe ist dabei international breit aufgestellt und arbeitet mit Partnern aus der ganzen Welt zusammen. Zu den großen Partnern zählen unter anderem Amazon, Steam, Sony, Microsoft, Nintendo und Google.

Künstliche Intelligenz verändert die Spielebranche

Ein Schwerpunkt des Gesprächs zwischen Bürgermeisterin Lohr und den Vertreterinnen von Kalypso war die zunehmende Bedeutung künstlicher Intelligenz in der Spieleentwicklung.

Geschäftsführerin Dr. Anika Thun erläuterte, dass KI bereits heute in zahlreichen verwendeten Werkzeugen integriert sei und dadurch viele Arbeitsschritte unterstütze. Eine vollständige Ablösung komplexer Programmierarbeit sei dadurch jedoch nicht zu erwarten. KI könne die Entwicklung erleichtern und beschleunigen, komplexe Programmierung aber nicht ersetzen.

Kalypso setzt bei seinen Spielemarken vor allem auf Strategie und Simulation. Gleichzeitig verfolgt das Unternehmen langfristige Konzepte und legt großen Wert auf die Bindung seiner Kundinnen und Kunden.

Worms als Standort für ein internationales Unternehmen

Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland wurden bei dem Besuch thematisiert. Nach Angaben von Kalypso sind insbesondere Fördermöglichkeiten für die Entwicklung von Computerspielen ein wichtiger Faktor, damit deutsche Standorte international wettbewerbsfähig bleiben. Internationale Standorte seien teilweise deutlich kosteneffizienter.

Bürgermeisterin und Wirtschaftsdezernentin Stephanie Lohr betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung attraktiver Standortbedingungen. Trotz der angespannten Haushaltslage der Stadt sprach sie sich dafür aus, Gewerbesteueranstiege möglichst zu vermeiden. Gleichzeitig hob sie hervor, dass Deutschland trotz bestehender Herausforderungen über ein hervorragendes Ökosystem für Unternehmen verfüge.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Stadtverwaltung Worms