Klinikum Worms meldet erstmals seit 2021 wieder ein positives Jahresergebnis – die Klinikleitung sieht darin einen wichtigen Erfolg des eingeschlagenen Sanierungskurses. Archivfoto: Mirko Müller/Die Knipser

Nach Jahren hoher Verluste hat das Klinikum Worms erstmals seit 2021 wieder ein positives Jahresergebnis erzielt. Nach aktuellem Stand liegt das handelsrechtliche Ergebnis für das Jahr 2025 bei rund 65.000 Euro.

Geschäftsführer Daniel Herke bezeichnete das Ergebnis als wichtigen Meilenstein: „Das ist ein Wahnsinnsergebnis, auf das wir gemeinsam stolz sein können, und auch ein klares Zeichen dafür, dass die ergriffenen Maßnahmen die richtigen sind.“

Noch im Jahr 2024 hatte das Klinikum ein operatives Defizit von rund 18 Millionen Euro verzeichnet. Durch einen außerordentlichen Effekt, unter anderem die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von rund zehn Millionen Euro, lag das handelsrechtliche Ergebnis damals bei rund minus acht Millionen Euro. Mit dem aktuellen Turnaround sieht die Klinikleitung den eingeschlagenen Kurs bestätigt.

Herke, der seit Januar 2025 im Amt ist, betont dabei die Bedeutung eines wirtschaftlich verantwortungsvollen, aber zugleich patientenorientierten Handelns. Ziel sei es, Strukturen zu optimieren und Ressourcen gezielt einzusetzen, ohne Abstriche bei der medizinischen Qualität zu machen.

Auch für das Jahr 2026 rechnet das Klinikum mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Für 2027 warnt die Klinikleitung jedoch vor deutlich schwierigeren Rahmenbedingungen durch wegfallende Landesmittel und gesetzliche Änderungen im Gesundheitswesen, die viele Krankenhäuser unter Druck setzen könnten.

Unabhängig davon wolle das Klinikum weiter in medizinische Qualität und Zukunftsprojekte investieren. „Wir werden ganz bewusst in Spitzenmedizin und Leuchtturmprojekte investieren, um die Versorgung in der Region langfristig zu sichern“, so Herke.

Die positive Entwicklung sei nur durch das Zusammenspiel vieler Beteiligter möglich gewesen – von der Geschäftsführung über die medizinischen und pflegerischen Teams bis hin zur Stadt Worms und dem Aufsichtsrat. Besonders hebt Herke den offenen Austausch und das wachsende „Wir-Gefühl“ im Haus hervor.

Das Klinikum Worms zählt mit rund 696 Betten, über 2.000 Mitarbeitenden sowie jährlich rund 30.000 stationären und 40.000 ambulanten Behandlungen zu den größten Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz.

Text: SSP/Redaktion Die Knipser/Klinikum Worms