Unter realitätsnahen Bedingungen trainierten rund 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz in Flomborn den Ernstfall. Im Mittelpunkt der Großübung stand die Rettung mehrerer eingeklemmter Unfallopfer sowie die organisationsübergreifende Zusammenarbeit. Fotos: Mirco Metzler/Die Knipser

Sirenen, Funkverkehr, eingeklemmte Unfallopfer und zahlreiche Einsatzfahrzeuge: Was am Samstag 06.06.2026 in Flomborn wie ein schweres Unglück wirkte, war glücklicherweise nur eine Übung. Dennoch stellte das Szenario die beteiligten Kräfte vor eine anspruchsvolle Herausforderung. Rund 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz trainierten unter realitätsnahen Bedingungen den Ernstfall.

Ausgangspunkt der Großübung war ein schwerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen. Vier Personen galten als eingeklemmt und mussten durch die Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät aus den Fahrzeugwracks befreit werden. Parallel dazu lief die medizinische Versorgung der Verletzten sowie die Koordination der zahlreichen Einsatzkräfte.

Bereits kurz nach der Alarmierung zeigte sich die Komplexität der angenommenen Lage. Während Feuerwehrkräfte die technische Rettung vorbereiteten, mussten Rettungsdienst und Katastrophenschutz zeitgleich die Verletzten sichten, versorgen und für den Transport vorbereiten. Hinzu kamen die Absicherung der Einsatzstelle, die Einrichtung von Rettungswegen sowie die Koordination aller beteiligten Organisationen.

An der Übung beteiligt waren die Feuerwehreinheiten Alzey Land Süd sowie Freimersheim Wahlheim aus der Verbandsgemeinde Alzey Land. Unterstützt wurden sie von der Feuerwehr Gundersheim aus der Verbandsgemeinde Wonnegau. Ebenfalls eingebunden waren die Führungsstaffel, die Feuerwehreinsatzzentrale, der Einsatzleitwagen sowie die Wehrleitung. Fachlich begleitet wurde die Übung durch den stellvertretenden Brand und Katastrophenschutzinspekteur.

Auch die Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises Alzey Worms waren umfassend vertreten. Vom Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Alzey nahmen die Module Transport und Führung teil. Ergänzt wurde der Einsatz durch die Abschnittsleitung Gesundheit mit dem Leitenden Notarzt sowie dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, die für die medizinische Koordination verantwortlich waren.

Besonderes Augenmerk lag auf den Führungsstrukturen und der Kommunikation zwischen den verschiedenen Organisationen. Die Führungsstaffel unterstützte die Einsatzleitung bei der Lageführung und Dokumentation. Der Einsatzleitwagen fungierte dabei als zentrale Schaltstelle für Kommunikation und Koordination. Parallel dazu übernahm der Einsatzleitwagen des medizinischen Einsatzabschnitts die Abstimmung zwischen Rettungsdienst, Leitendem Notarzt und Organisatorischem Leiter Rettungsdienst. Ziel war es, die Patienten entsprechend ihrer Verletzungen den geeigneten Kliniken zuzuweisen und eine optimale Versorgung sicherzustellen.

Die Verantwortlichen zeigten sich mit dem Verlauf der Übung zufrieden. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz funktionierte über Organisationsgrenzen hinweg reibungslos. Gleichzeitig wurden im Rahmen der Übung auch einzelne Optimierungsmöglichkeiten erkannt. Diese sollen nun im Zuge einer ausführlichen Nachbesprechung analysiert und in zukünftigen Ausbildungsdiensten gezielt aufgearbeitet werden.

Begleitet wurde die Übung von Beobachtern aus den Landkreisen Alzey Worms und Donnersbergkreis. Sie dokumentierten die einzelnen Einsatzabschnitte und werden ihre Erkenntnisse in die Auswertung einbringen. Auch Vertreter der Kreisverwaltung und des Brand und Katastrophenschutzes verfolgten das Geschehen vor Ort.

Für die Versorgung der zahlreichen Teilnehmer sorgte die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung des DRK Kreisverbandes Alzey. Die Helfer stellten während des gesamten Übungstages die Verpflegung der Einsatzkräfte sicher.

Am Ende stand ein positives Fazit. Die Übung machte deutlich, wie wichtig regelmäßige gemeinsame Ausbildungsmaßnahmen sind, um auch bei komplexen Schadenslagen schnell, koordiniert und professionell handeln zu können. Gleichzeitig zeigte sie eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte und die Bedeutung einer funktionierenden Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz.

Text: MM/Redaktion Die Knipser /Presseteam Feuerwehr Verbandsgemeinde Alzey-Land