Archivfoto: Mirco Metzler/Die Knipser

In einem feierlichen Rahmen hat Landrat Heiko Sippel in der Mensa der Alzeyer Gymnasien 81 neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger im Landkreis Alzey-Worms willkommen geheißen. In Begleitung ihrer Familien und Weggefährten erhielten sie aus den Händen des Landrats die Einbürgerungsurkunden, bekannten sich zum Grundgesetz der Bundesrepublik und stimmten gemeinsam die Nationalhymne an.

„Sie machen deutlich, dass Sie zu diesem Land gehören wollen und Sie haben gezeigt, dass Sie dazu bereit sind, sich in diese Gesellschaft einzubringen“, betonte Landrat Sippel. Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger erfüllten alle nötigen Voraussetzungen, hätten beispielsweise Sprachkenntnisse auf einem hohen Niveau nachgewiesen. Sippel wies darauf hin, dass die Gesellschaft auf das Mitwirken aller Bürgerinnen und Bürger angewiesen sei und ermutigte die Anwesenden zum Engagement: „Wir brauchen mehr Miteinander.“

Sippel wandte sich an die Teilnehmenden der Feierstunde und sagte: „Das Grundgesetz ist ein Glück für uns. Meine herzliche Bitte ist, dass wir es alle verteidigen.“ Dazu gehöre es, für die gemeinsamen Werte, für den Rechtsstaat und Freiheit einzutreten sowie sich der historischen Verantwortung bewusst zu sein. Zudem unterstrich der Landrat die Bedeutung der europäischen Gemeinschaft.

Die Frauen, Männer und Kinder im Alter von drei bis 66 Jahren stammen aus 23 verschiedenen Ländern, etwa aus Syrien, der Türkei, Polen, Kenia, Amerika oder Australien. Sippel wies darauf hin, dass Menschen aus fünf verschiedenen Kontinenten eingebürgert wurden und betonte: „Die Welt ist hier vertreten.“

Im Jahr 2023 wurden 296 Menschen im Landkreis Alzey-Worms eingebürgert, 2024 waren es 346 Personen. Im vergangenen Jahr wurden 422 Frauen, Männer und Kinder eingebürgert.

Im Juni 2024 ist das Gesetz zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts in Kraft getreten. Einige der Regelungen wurden 2024 geändert. Die Voraussetzungen für die Einbürgerung sind strenger geworden, aber sie ist nun bereits nach fünf anstatt wie bisher erst nach acht Jahren möglich und es ist seitdem möglich, mehrere Staatsangehörigkeiten zu haben.

Mithilfe einer aufgezeichneten Videobotschaft überbrachte auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seine herzlichen Glückwünsche zur Einbürgerung und appellierte an die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, Verantwortung für die freiheitlich rechtliche Demokratie zu übernehmen.

Musikalisch umrahmte Dr. Christoph Brehler, ehemaliger Musiklehrer an der Kreismusikschule, die Feierstunde. Mit den Werken Time’s Sound und Final Place des Komponisten Fabian Boreck schuf er eine würdige Atmosphäre.