Fabian Bartmann stellt Björn Krämer, Christiane Fuchs und Gerd Schreiner im Podium vor (v.links). Foto: CDU Worms-Heppenheim/ Kerber

Rund 50 Besucher haben im Hofladen Fuchs mit Landtagskandidat Björn Krämer, Landwirtin Christiane Fuchs und CDU-Agrarpolitiker Gerd Schreiner über Preise, Bürokratie und die Zukunft des Weinbaus diskutiert. Zwischen Weinregalen und regionalen Produkten wurde es politisch: Rund 50 Landwirte, Winzer und Interessierte kamen im Hofladen Fuchs zusammen, um über die Zukunft der Landwirtschaft zu sprechen. Unter dem Titel „Wo drückt der Schuh in der Landwirtschaft?“ hatten die CDU-Ortsverbände im Eisbachtal zum Dialog eingeladen. „Wer Agrarpolitik gestalten will, muss zuerst zuhören“, sagten Krämer und Schreiner. „Die Hinweise aus der Praxis lassen sich dann direkt mit nach Mainz nehmen.“

Preise fallen, Auflagen steigen

Schnell wurde deutlich, wie stark viele Betriebe derzeit unter Druck stehen. Extreme Wetterereignisse, steigende Kosten, globale Märkte und wachsende bürokratische Anforderungen prägen den Alltag vieler Landwirte. Ein zentrales Thema war der zunehmende Preisdruck durch den Lebensmitteleinzelhandel. Viele Betriebe müssten hohe Qualitäts- und Umweltstandards erfüllen, stünden aber gleichzeitig im Wettbewerb mit günstigen Importprodukten. Christiane Fuchs schilderte die Situation aus der Praxis ihres Hofladens. Viele Menschen schätzen demnach regionale Produkte. Gleichzeitig sei deutlich spürbar, wie stark der Preisdruck im Markt ist. CDU-Landtagsabgeordneter Gerd Schreiner, energie- und umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, kritisierte zusätzliche Belastungen für die Betriebe. Besonders deutlich wurde er beim Thema Wassercent. „Umwelt- und Naturschutz funktionieren nur gemeinsam mit den Landwirten – nicht gegen sie“, sagte Schreiner.

Weinbau und Bürokratie

Gerade für die Weinregion Rheinhessen spielt auch der Weinbau eine wichtige Rolle in der Diskussion. Der Wegfall bestimmter Pflanzenschutzmittel, steigende Anforderungen und wirtschaftlicher Druck stellen viele Betriebe vor große Herausforderungen. Ein weiteres häufig genanntes Thema war die Bürokratie. Viele Landwirte hätten das Gefühl, immer mehr Zeit mit Dokumentationspflichten zu verbringen. „Die Landwirte wollen arbeiten – nicht Formulare ausfüllen“, fassten Schreiner und Krämer eine Stimmung zusammen. In der offenen Fragerunde wurden außerdem die Düngeregeln in sogenannten „roten Gebieten“ sowie mögliche Rodungsprämien im Weinbau angesprochen. Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich die Herausforderungen innerhalb der Branche sind.

Austausch geht weiter

Auch nach dem offiziellen Programm blieb der Austausch lebhaft. Bei selbstgemachter Suppe und Weinschorle nutzten viele Besucher die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen mit den Referenten. Der Vorsitzende der CDU Worms-Heppenheim, Sebastian Kerber, zog ein positives Fazit: „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung.“ Für die CDU steht fest: Der Dialog soll weitergehen. Denn die Herausforderungen für Landwirtschaft und Weinbau bleiben groß – und Lösungen entstehen nur im direkten Gespräch mit den Menschen vor Ort.