Mit einer Kranzniederlegung auf dem Hauptfriedhof Hochheimer Höhe erinnerte die Stadt Worms am 21. Februar an die Opfer der Bombenangriffe von 1945 und setzte ein Zeichen für Frieden und Verantwortung. Fotos: Mirco Metzler/Die Knipser

Mit einer Gedenkveranstaltung auf dem Hauptfriedhof Hochheimer Höhe hat die Stadt Worms an die Opfer der verheerenden Bombenangriffe vom 21. Februar 1945 erinnert. Vor 81 Jahren wurden große Teile der historischen Innenstadt zerstört, hunderte Menschen verloren ihr Leben, tausende ihr Zuhause.
 
Oberbürgermeister Adolf Kessel legte an der Begräbnisstätte einen Kranz nieder und erinnerte an die Verantwortung, die aus der Geschichte erwächst. Der Zweite Weltkrieg habe unermessliches Leid über Europa gebracht und dürfe niemals relativiert oder instrumentalisiert werden. Gerade in Zeiten weltweiter Konflikte und gesellschaftlicher Spannungen sei das Gedenken Mahnung und Auftrag zugleich, für Demokratie, Menschenrechte und Frieden einzustehen.
 
Musikalisch begleitet wurde die Gedenkstunde von einem Ensemble der Lucie Kölsch Musikschule. Trotz der historischen Bedeutung des Datums blieben bei der Veranstaltung einige Plätze frei.
 
Im Anschluss führte der Weg zu den Gräberfeldern mit den Reihen der Grabplatten, die an die zivilen Opfer erinnern. Die bronzenen Namensschilder, von denen vor zwei Jahren zahlreiche entwendet wurden, sind bislang noch nicht ersetzt worden.
 
Text: SSP/Redaktion Die Knipser