Foto: Isabel Gemperlein
Ein lebendiges Symbol für Erinnerung, Frieden und Nachhaltigkeit wächst seit Kurzem auf der Roseninsel: Der Abiturjahrgang des Lina-Hilger-Gymnasium hat gemeinsam mit der Stadt einen Ginkgo-Baum gepflanzt. Initiiert wurde die Aktion von Abiturientin Luise Beye, die sich mit ihrem Wunsch an Oberbürgermeister Emanuel Letz wandte – in Anlehnung an eine ähnliche Pflanzaktion ihres Bruders vor zwei Jahren.
Der Oberbürgermeister unterstützte das Vorhaben erneut und stellte einen Ginkgo zur Verfügung. Aufgezogen wurde das Bäumchen von Hans Sifft, der es aus besonderen Samen zog: Diese stammen von Ginkgo-Bäumen, die den Atombombenabwurf auf Hiroshima im Jahr 1945 überstanden hatten. Die Samen wurden durch die internationale Organisation Mayors for Peace an Städte weltweit verteilt, darunter auch an Bad Kreuznach.
„Dieser Ginkgo ist ein lebendiges Erinnerungszeichen: an die Schulzeit dieser Abiturientinnen und Abiturienten, aber auch an die Verantwortung, die wir für Frieden und unsere Umwelt tragen. Die Aktion des Lina-Hilger-Gymnasiums unterstützten wir daher auch dieses Jahr wieder sehr gerne“, betonte Oberbürgermeister Letz.
Symbolkraft eines besonderen Baumes
Der Ginkgo biloba gilt als Symbol für Langlebigkeit und Widerstandskraft. Als sogenanntes „lebendes Fossil“ existiert die Art seit rund 300 Millionen Jahren und fand bereits im 18. Jahrhundert als Zierbaum ihren Weg nach Europa. Heute steht der Ginkgo nicht nur für Beständigkeit, sondern auch als Mahnmal für Frieden und Umweltschutz.
Auch in Bad Kreuznach ist der Baum fest im Stadtbild verankert: Besonders eindrucksvolle Exemplare finden sich im Schlosspark Bad Kreuznach.
Mit der Pflanzaktion setzt der Abiturjahrgang ein sichtbares Zeichen – für die eigene Schulzeit ebenso wie für eine friedlichere und nachhaltigere Zukunft.
Text: LC/Redaktion Die Knipser/Stadtverwaltung Bad Kreuznach




























